Mu­sik­ver­ei­ne be­wäl­ti­gen Be­su­cher­an­sturm

Klang­feu­er­werk ist der Hö­he­punkt beim drei­tä­gi­gen Schloss­see­fest in Sa­lem

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Salem - Von Mar­tin Sam­land

- Das 37. Schloss­see­fest in Sa­lem ist vor­bei: Was den meh­re­ren tau­send Be­su­chern bleibt, sind die Er­in­ne­run­gen an ei­ne tol­le Stim­mung, an mi­t­rei­ßen­de Mu­sik und an ein bom­bas­ti­sches Feu­er­werk.

Pünkt­lich zum Start am Frei­tag ver­zo­gen sich die letz­ten dunk­len Wol­ken und es kün­dig­te sich ein son­ni­ges Wo­che­n­en­de an. Die Pla­ner der or­ga­ni­sie­ren­den Mu­sik­ver­ei­ne stell­ten sich dem­ent­spre­chend auf ei­nen Be­su­cher­an­sturm ein. Der blieb nicht aus und be­reits zum Fest­wie­sen­ein­zug der sechs Mu­sik­ka­pel­len wa­ren die Sitz­plät­ze vor der gro­ßen Show­büh­ne voll be­setzt. „Die Re­so­nanz ist nach 37 Jah­ren un­ge­bro­chen“, sag­te Ron­ny Knepp­le vom Or­ga­ni­sa­ti­ons­team.

Po­lit­pro­mi­nenz aus dem Bo­den­see­kreis bis hin aus Ber­lin hat­te sich eben­falls zum Fass­bier­an­stich ein­ge­fun­den. Dar­über freu­te sich auch Bür­ger­meis­ter Manfred Här­le, der sich nicht lan­ge mit sei­nem Gruß­wort auf­hielt und lie­ber zur Tat schritt. Rou­ti­niert stach er das ers­te Fass an. Das Fest war da­mit of­fi­zi­ell er­öff­net. Für die Kin­der stand wie­der ein Fan­ta-Fass be­reit, dass eben­falls wie das Frei­bier ei­nen rei­ßen­den Ab­satz fand. Für die rund 300 Mu­si­ker hieß es nach dem tra­di­tio­nel­len Ge­samt­chor schnell um­zie­hen und an die Ar­beits­sta­tio­nen wech­seln. Teils war zu die­ser Zeit an den Es­sens­aus­ga­ben schon kein Durch­kom­men mehr. Auf der Büh­ne sorg­te am frü­hen Abend die „Blas­ka­pel­le Ober­schwa­ben“für gu­te Stim­mung und spä­ter über­nahm die „Cra­zy Cro­co­di­le Band“das auf­ge­heiz­te Pu­bli­kum. Zwi­schen­durch gab es Tanz­ein­la­gen der Gar­de Weil­dorf und von „Re­specTUS Beu­ren“.

Der Sams­tag be­gann ge­wohnt et­was ru­hi­ger. Der Mu­sik­ver­ein Leim­nau spiel­te auf und die Mu­si­cal­schu­le Bo­den­see zeig­te Show­tän­ze. Im­mer mehr Gäs­te ström­ten der­weil auf das Fest­ge­län­de. Es zeich­ne­te sich be­reits früh ab, dass es voll wer­den soll­te. Auf der New­co­mer-Büh­ne rock­ten am Abend „Reme­dy Wan­ted“und auf der Haupt­büh­ne war „Lack und Le­der“mit der Par­ty­band „All­gäu­wild“ge­bo­ten, die ei­ne fan­tas­ti­sche Büh­nen­show ab­lie­fer­ten. Zum Hö­he­punkt des Abends, dem Klang­feu­er­werk „Let Me En­ter­tain You“, war ei­ne re­kord­ver­däch­ti­ge Be­su­cher­zahl er­reicht. Schon an den Au­to­kenn­zei­chen auf den Park­plät­zen konn­te man ab­le­sen, dass Gäs­te aus ganz Deutsch­land und dem na­he­ge­le­ge­nen Aus­land mit­fei­er­ten. Rund um den See gin­gen die Bli­cke der un­zäh­li­gen Be­su­cher kurz vor 23 Uhr dann in den Nacht­him­mel. In dem 15-mi­nü­ti­gem Feu­er-Spek­ta­kel wur­den an die 4000 Ein­ze­lef­fek­te von zehn Flö­ßen auf dem See und von drei Stän­den am Ufer aus ver­schos­sen. Nach dem Feu­er­werk hieß es noch ein­mal kräf­tig zu­pa­cken für die vie­len Hel­fer, denn das In­ter­es­se an den ku­li­na­ri­schen Köst­lich­kei­ten war un­ge­bro­chen. Mit ei­ner tol­len Stim­mung en­de­te der Sams­tag und noch in der Nacht hieß es für die Mu­sik­ver­ei­ne und Hel­fer, mit dem ers­ten Ab­bau an­zu­fan­gen.

Nach dem Früh­schop­pen mit den „Ori­gi­nal Steh­greif­lern“am Sonn­tag war die 37. Auf­la­ge des Me­ga-Gar­ten­fes­tes zu En­de. Trotz des enor­men kräf­te­zeh­ren­den Auf­wan­des für die Ver­ei­ne sah man in zu­frie­de­ne Ge­sich­ter. Das Schloss­see­fest war wie­der ein vol­ler Er­folg.

FO­TO: SAM­LAND

Be­su­cher­ma­gnet Schloß­see­fest: In Sa­lem wird kräf­tig ge­fei­ert.

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