Streit um Ge­fähr­der hält an

Bun­des­an­walt­schaft er­mit­telt ge­gen Mes­ser­at­ten­tä­ter

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Erste Seite -

(dpa/KNA) Nach der töd­li­chen Mes­ser­at­ta­cke in Ham­burg geht die De­bat­te über den Um­gang mit Ge­fähr­dern wei­ter. In­nen­ex­per­ten der Uni­on war­fen den Län­dern vor, vom Bund ge­schaf­fe­ne Mög­lich­kei­ten nicht kon­se­quent an­zu­wen­den. Es ge­be kei­nen ge­setz­ge­be­ri­schen Hand­lungs­be­darf, aber die Not­wen­dig­keit, gel­ten­de Ge­set­ze an­zu­wen­den, sag­te Ste­phan May­er (CSU), der in­nen­po­li­ti­sche Spre­cher der Uni­ons­frak­ti­on, der „Welt“.

Die Bun­des­an­walt­schaft hat der­weil die Er­mitt­lun­gen im Fall des Mes­ser­at­ten­tä­ters über­nom­men. Ein ra­di­kal­is­la­mis­ti­scher Hin­ter­grund lie­ge na­he, der 26 Jah­re al­te Pa­läs­ti­nen­ser ha­be sich aber wohl selbst ra­di­ka­li­siert, teil­te die Karls­ru­her Be­hör­de am Mon­tag mit. Der Mann war den Si­cher­heits­be­hör­den als Is­la­mist be­kannt, wur­de aber nicht als „Ge­fähr­der“ein­ge­stuft. Bis­lang hat­ten die Ham­bur­ger Be­hör­den be­tont, die Mo­tiv­la­ge sei un­klar.

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