Jun­ger Kla­vier­vir­tuo­se spielt im Schloss

Ös­ter­rei­chi­scher Pia­nist Aaron Pil­san gas­tiert in Lan­genar­gen

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Veranstaltungen -

(sz) - Das Som­mer­fes­ti­val der Lan­genar­ge­ner Schloss­kon­zer­te neigt sich dem En­de zu. Der Ab­schluss­mo­nat Au­gust kann noch­mals mit in­ter­na­tio­nal re­nom­mier­ten Künst­lern auf­war­ten. Den Auf­takt zum Fi­nal­mo­nat ge­stal­tet der preis­ge­krön­te jun­ge Pia­nist Aaron Pil­san am Freitag, 4. Au­gust, mit Wer­ken von Mo­zart, Men­dels­sohn und Cho­pin. Ab 18.45 Uhr bie­tet Gerd Ku­rat Kon­zert­gäs­ten ei­ne kos­ten­freie Pro­gramm­ein­füh­rung an.

An die­sem Kon­zert­abend, der um 19.30 Uhr be­ginnt, prä­sen­tiert Aaron Pil­san ein Pro­gramm mit gro­ßen Wer­ken der Kla­vier­li­te­ra­tur. Zu Be­ginn er­klingt die Kla­vier­so­na­te Nr. 13 B-Dur KV 333 von Wolf­gang Ama­de­us Mo­zart. Die So­na­ten KV 330 bis 333 ge­hö­ren zu Mo­zarts be­kann­tes­ten Kla­vier­wer­ken über­haupt. Die So­na­te A-Dur KV 331 en­det mit dem po­pu­lä­ren „Al­la tur­ca“-Fi­na­le, die So­na­te F-Dur KV 332 zeich­net sich durch spie­le­ri­sche Ele­ganz und Vir­tuo­si­tät aus, wäh­rend die So­na­te BDur KV 333 die Ba­lan­ce zwi­schen Bril­lanz und In­ner­lich­keit wahrt und so­mit zu ei­nem Mus­ter­bei­spiel für klas­si­sche Aus­ge­wo­gen­heit wird. Die Va­ria­ti­ons sé­ri­eu­ses d-moll op. 54 von Fe­lix Men­dels­sohn Bar­thol­dy gel­ten ge­mein­hin als des­sen „Dia­bel­li-Va­ria­tio­nen“.

Die 24 Etü­den von Frédé­ric Cho­pin op. 10 und op. 25, kom­po­niert zwi­schen 1829 und 1836, sind nicht nur Übungs­stü­cke, son­dern poe­ti­sche Meis­ter­wer­ke. Sie bil­den ei­nen Zy­klus, der vor al­lem bei Bach sein Vor­bild hat.

Be­mer­kens­wer­te Vi­ta

Aaron Pil­san wur­de 1995 in Dorn­birn ge­bo­ren und be­gann im Al­ter von fünf Jah­ren mit dem Kla­vier­spiel. 2007 wur­de er in der Bo­den­see­re­gi­on beim In­ter­na­tio­na­len Kla­vier­fes­ti­val jun­ger Meis­ter ent­deckt und vom da­ma­li­gen Do­zen­ten des Meis­ter­kur­ses, dem welt­weit re­nom­mier­ten Karl-Heinz Käm­mer­ling, so­fort in sei­ne Hoch­be­gab­ten­klas­se am Mo­zar­te­um in Salz­burg über­nom­men, ist der Vi­ta von Aaron Pil­san zu ent­neh­men. Der­zeit ist Aaron Pil­san in der Kla­vier­klas­se von Lars Vogt an der Hoch­schu­le für Mu­sik, Thea­ter und Me­di­en Han­no­ver ein­ge­schrie­ben. Meis­ter­kur­se bei An­dras Schiff, Mat­ti Rae­kal­lio und Al­f­red Bren­del er­gänz­ten sei­ne Aus­bil­dung. Er pro­fi­lier­te sich be­reits bei ei­ni­gen in­ter­na­tio­na­len Wett­be­wer­ben wie dem Ro­ta­ry Ju­gend-Mu­sik­preis des Ro­ta­ry Clubs Fried­richs­ha­fen-Lin­dau (ers­ter Preis, 2010), bei „Pri­ma la Mu­si­ca“auf ös­ter­rei­chi­scher Bun­des­ebe­ne, dem Grotri­an-St­ein­weg Wett­be­werb in Braun­schweig oder in be­ein­dru­cken­der Ma­nier beim In­ter­na­tio­na­len Kla­vier­wett­be­werb um den ZF-Mu­sik­preis (ers­ter Preis, 2014). Das nam­haf­te Fach­ma­ga­zin „Fo­no Fo­rum“kür­te ihn 2011 zum bes­ten Nach­wuchs­künst­ler des Jah­res. Seit 2014 ist Aaron Pil­san bei dem fran­zö­si­schen CD-La­bel Naï­ve un­ter Ver­trag, 2017 wur­de Pils­ans zwei­te CD mit Wer­ken von Schu­mann und Wid­mann ver­öf­fent­licht. Für die Sai­son 2014/15 wur­de Aaron Pil­san von der Eu­ro­pean Con­cert Hall Or­ga­ni­sa­ti­on (ECHO) zum „Ri­sing Star“ge­wählt.

Er trat im Rah­men der Lunch­kon­zert Rei­he der Ber­li­ner Phil­har­mo­ni­ker auf, gas­tier­te bei der Schu­ber­tia­de, den Sch­wet­zin­ger SWR Fest­spie­len, den Bre­gen­zer Fest­spie­len, dem Mo­zart­fest Würz­burg, bei den Fest­spie­len Meck­len­burg-Vor­pom­mern, dem Kis­sin­ger Som­mer und bei Lars Vogts Heim­ba­cher Kam­mer­mu­sik­fes­ti­val „Span­nun­gen“.

FO­TO: PR

Aaron Pil­san spielt in Lan­genar­gen die Wer­ke gro­ßer Meis­ter.

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