Lei­ho­mas und -opas ge­sucht

Die Nach­fra­ge ist groß – Heu­te Früh­stück im XXXLutz

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Friedrichshafe -

(sz) - Im Fa­mi­li­en­treff In­sel gibt es seit vie­len Jah­ren das Pro­jekt „Lei­ho­ma und -opa“. Hier be­treu­en rüs­ti­ge Se­nio­rin­nen und Se­nio­ren stun­den­wei­se Kin­der in ei­ner Fa­mi­lie, wenn et­wa die ei­ge­nen Groß­el­tern nicht am täg­li­chen Le­ben der Fa­mi­lie teil­neh­men kön­nen und hier als Be­treu­ungs­per­son aus­hel­fen. Die Nach­fra­ge nach Lei­ho­mas und -opas ist nach wie vor groß, wie der Fa­mi­li­en­treff mit­teilt. Da­her su­che man auch wei­ter­hin Se­nio­ren, die Lust ha­ben, bei dem Pro­jekt mit­zu­ma­chen.

„Ak­tu­ell ha­ben wir 30 Lei­ho­mas und 2 Leiho­pas; die­sen ge­gen­über ste­hen 45 Lei­hen­kel“, schreibt der Fa­mi­li­en­treff. Zu An­fang des Pro­jek­tes wa­ren es mehr als 50 Lei­ho­mas und -opas, vie­le ha­ben sich aber jetzt aus Al­ters­grün­den aus dem Pro­jekt ver­ab­schie­det. Den­noch wer­den die Lei­hen­kel über meh­re­re Jah­re hin­weg be­glei­tet und oft ent­steht hier­durch ei­ne sehr in­ni­ge Be­zie­hung zu den Lei­hen­keln, so­dass es nicht sel­ten pas­siert, dass die Lei­ho­mas und -opas zu Fest­lich­kei­ten wie Ge­burts­tag oder Kom­mu­ni­on ein­ge­la­den wer­den. Oft bleibt der Kon­takt über Jah­re hin­weg er­hal­ten.

„I han Kehr­woch“

Ein­mal im Jahr fin­det ein Aus­flug der Lei­ho­mas und -opas statt. Die­ser wird von Pro­jekt­lei­te­rin Hel­mi Fauth or­ga­ni­siert. Die­ses Jahr ging es nach Stutt­gart mit ei­ner Stadt­füh­rung der be­son­de­ren Art un­ter dem Mot­to: „ I han Kehr­woch“. Be­waff­net mit Be­sen und Staub­tuch ging es für die Omas und Opas in die Stutt­gar­ter In­nen­stadt.

Ein­mal die Wo­che pas­sen die Leih­groß­el­tern für ein paar St­un­den auf ei­nen Lei­hen­kel auf. Ei­ne in­di­vi­du­el­le Re­ge­lung ist na­tür­lich mög­lich. Es sind kei­ne An­for­de­run­gen oder spe­zi­el­le Qua­li­fi­ka­tio­nen not­wen­dig.

Ne­ben ei­nem klei­nen fi­nan­zi­el­len Bei­trag be­kommt Lei­ho­ma oder Leiho­pa da­für ei­nen wun­der­vol­len Nach­mit­tag mit klei­nen Kin­dern, die es nicht er­war­ten kön­nen, die Welt zu ent­de­cken und ge­spannt den Ge­schich­ten zu­zu­hö­ren, wel­che die Oma oder der Opa zu er­zäh­len hat.

Tref­fen zum Früh­stück

Wer ger­ne mehr über das Pro­jekt „Lei­ho­ma und -opa“er­fah­ren möch­te, kann bei ei­nem ih­rer mo­nat­li­chen Tref­fen zum Früh­stück im Re­stau­rant XXXLutz vor­bei­schau­en. Die Lei­ho­mas und -opas tref­fen sich dort je­den ers­ten Di­ens­tag im Mo­nat um 9.30 Uhr.

Nächs­ter Ter­min ist am Di­ens­tag, 1. Au­gust. Je­der, der Lust und Zeit hat, darf ger­ne vor­bei­kom­men. „Wir wür­den uns sehr über neue Lei­ho­mas und vor al­lem Leiho­pas freu­en“, heißt es in der Pres­se­mit­tei­lung des Fa­mi­li­en­treffs.

FO­TO: ARC

„Mensch är­ge­re dich nicht“: Wenn die Lei­ho­ma zum Spie­len vor­bei­kommt, sind nicht nur die Kin­der glück­lich. Auch El­tern freu­en sich über ein paar St­un­den Aus­zeit.

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