Zahl der Ver­kehrs­op­fer geht hoch – 87 Pro­zent mehr ge­tö­te­te Mo­tor­rad­fah­rer

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Wir Im Süden -

(lsw) - Die Zahl der Ver­kehrs­to­ten im Süd­wes­ten ist nach An­ga­ben des Lan­des im ers­ten Halb­jahr deut­lich um fast 16 Pro­zent auf 221 nach oben ge­schnellt. Je­der vier­te Ver­kehrs­to­te (58) war dem­nach ein Mo­tor­rad­fah­rer, wie das In­nen­mi­nis­te­ri­um am Di­ens­tag mit­teil­te. Das be­deu­tet ei­nen An­stieg um 87 Pro­zent. Mehr als die Hälf­te die­ser Un­fäl­le wur­de dem­nach selbst ver­ur­sacht. „Mo­tor­rad­fah­rer soll­ten sich vor je­der Fahrt be­wusst ma­chen, wie ge­fähr­lich Mo­tor­rad­fah­ren ist, um un­nö­ti­ge Ri­si­ken zu mei­den“, sag­te In­nen­mi­nis­ter Thomas Strobl (CDU).

Wie aus der Bi­lanz für das ers­te Halb­jahr wei­ter her­vor­geht, bleibt über­höh­tes Tem­po Un­fall­ur­sa­che Num­mer eins bei töd­li­chen Ver­kehrs­un­fäl­len. Zu­neh­mend an Be­deu­tung ge­win­ne die Ablen­kung: Der Blick aufs Han­dy be­deu­tet bei 50 St­un­den­ki­lo­me­tern et­wa 14 Me­ter Blind­flug pro Se­kun­de, warn­te das Mi­nis­te­ri­um. Knapp 30 Pro­zent der Ge­tö­te­ten wa­ren im Au­to nicht an­ge­schnallt, knapp 63 Pro­zent der ge­tö­te­ten Fahr­rad­fah­rer tru­gen kei­nen Fahr­rad­helm.

Ins­ge­samt kam es im ers­ten Halb­jahr 2017 zu fast 155 600 Un­fäl­len (plus 1,9 Pro­zent). Gut 18 500 Men­schen wur­den leicht, knapp 4100 schwer ver­letzt. „Die Ge­fah­ren des Stra­ßen­ver­kehrs sind all­seits be­kannt und wer­den den­noch zu oft un­ter­schätzt“, er­klär­te Strobl.

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