Vol­ley­ball-Nach­wuchs ist in gu­ten Hän­den

Di­plom­trai­ner Adri­an Pfleg­har ist seit zehn Jah­ren Stütz­punkt­trai­ner in Friedrichshafen

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Lokalsport -

(gus) - Das schafft längst nicht je­der Vol­ley­ball­trai­ner: Adri­an Pfleg­har ar­bei­tet seit zehn Jah­ren bei den Vol­ley Young­stars am Bun­des­stütz­punkt in Friedrichshafen mit dem Nach­wuchs. Der­zeit ist Som­mer­pau­se.

Von Pau­se kann je­doch kei­ne Re­de sein – spiel­freie Zeit ist der bes­se­re Aus­druck. „Bis vor ein paar Ta­gen ha­ben wir ganz nor­ma­les Trai­ning, vor al­lem im Sand, ge­macht“, sagt Adri­an Pfleg­har. Jetzt ha­ben die Young­stars drei Wo­chen frei, be­vor am 18. Au­gust die Vor­be­rei­tun­gen in die neue Sai­son star­ten.

In der ver­gan­ge­nen Sai­son hat Adri­an Pfleg­har zu­sätz­lich zu sei­ner Ar­beit am Bun­des­stütz­punkt Pro­fi­trai­ner Vi­tal Heynen as­sis­tiert. Zu­künf­tig will er sich wie­der ganz auf das Zweit­li­ga Pro­jekt kon­zen­trie­ren. „Es war von vorn­her­ein klar, dass die Zu­sam­men­ar­beit auf ein Jahr aus­ge­legt ist“, sagt der Di­plom­trai­ner. Sein Fa­zit nach der Ar­beit mit Heynen: „Ich ha­be im De­tail ge­se­hen, an was man ar­bei­ten muss, wenn die Spie­ler fünf bis zehn Jah­re äl­ter sind. Die Ar­beit ist die glei­che – aber auf hö­he­rem Ni­veau.“

Ver­mis­sen wird er die zu­sätz­li­che Be­las­tung nicht. „Ich ha­be vie­le neue Im­pul­se be­kom­men und freue mich jetzt, mich voll auf den Nach­wuchs kon­zen­trie­ren zu kön­nen“. Auch zu Hau­se in Efriz­wei­ler spielt das The­ma Nach­wuchs bei Adri­an Pfleg­har und sei­ner Freun­din Ka­trin Nie­der­ge­säß ei­ne gro­ße Rol­le: Seit Au­gust 2016 be­rei­chert Töch­ter­chen Lui­se das Le­ben der bei­den.

Der Fa­mi­li­en­all­tag bei ei­nem Vol­ley­ball­trai­ner ist mit dem ei­nes Bü­ro­an­ge­stell­ten nicht ver­gleich­bar. Die Wo­che­n­en­den sind meis­tens mit Spiel­ta­gen be­legt und wenn an­de­re Vä­ter von der Ar­beit nach Hau­se kom­men, be­ginnt in der ZF-Are­na oft das Trai­ning bei den Young­stars. „Das ken­ne ich schon seit vie­len Jah­ren“, sagt Kath­rin Nie­der­ge­säß. Statt­des­sen weiß sie die Vor­zü­ge wäh­rend ih­rer El­tern­zeit zu schät­zen, wie ge­mein­sam zu frühstücken und die Ta­ges­frei­zeit ge­mein­sam nut­zen zu kön­nen.

20 Spie­ler schaf­fen den Sprung

In den zehn Jah­ren als Stütz­punkt­trai­ner, in de­nen er mit den hoff­nungs­volls­ten Vol­ley­ball­ta­len­ten aus Ba­den-Würt­tem­berg ge­ar­bei­tet hat, konn­te der 35-Jäh­ri­ge vie­le Er­fol­ge an den Bo­den­see ho­len. Mehr als 20 Spie­ler ha­ben den Sprung in die 1. Bun­des­li­ga und in die ver­schie­de­nen Na­tio­nal­teams in der Hal­le und im Sand ge­schafft. Und zu­sätz­lich konn­ten die Nach­wuchs­teams des VfB Friedrichshafen un­ter sei­ner Lei­tung 19 Me­dail­len bei Deut­schen Meis­ter­schaf­ten er­rin­gen.

Be­vor der ge­bür­ti­ge Bad Wald­se­er 2007 an den Bo­den­see kam, war er drei Jah­re Stütz­punkt­trai­ner beim VC Olym­pia Rhein-Neckar in Hei­del­berg. Zehn Jah­re als Trai­ner an ei­nem Ort sind un­ge­wöhn­lich. Wird es nicht ir­gend­wann lang­wei­lig? „Nein“, sagt Adri­an Pfleg­har. „Es kom­men ja je­des Jahr neue jun­ge Spie­ler ins Team, die es aus­zu­bil­den gilt.“Dann ist die Trai­ner­fra­ge am Bun­des­stütz­punkt auch für die nächs­ten zehn Jah­re be­ant­wor­tet? „Von mei­ner Sei­te ja. Aber das hängt von vie­len äu­ße­ren Be­din­gun­gen ab, die sich schnell än­dern kön­nen“, sagt Adri­an Pfleg­har.

FOTO: GUNTHILD SCHUL­TE-HOP­PE

Vol­ley­ball ist nicht al­les für Adri­an Pfleg­har. Zu Hau­se dreht sich für ihn und Freun­din Ka­trin al­les um Töch­ter­chen Lui­se.

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