Re­de­ver­bot der AfD ge­gen Ab­ge­ord­ne­ten gilt wei­ter

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Wir Im Süden -

(tja) - Der AfD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Hein­rich Fiecht­ner darf wei­ter­hin nicht im Plenum re­den. Das Ver­bot hat­te sei­ne ei­ge­ne Frak­ti­on ge­gen ihn ver­hängt. Fiecht­ners Ver­such, die Re­strik­tio­nen per Eil­ent­schei­dung vor dem Ver­fas­sungs­ge­richts­hof in Stutt­gart zu kip­pen, ist am Mitt­woch ge­schei­tert. Die Rich­ter lehn­ten den ent­spre­chen­den An­trag ab. Sie se­hen kei­ne Dring­lich­keit für ei­ne sol­che Ent­schei­dung. Da­mit ist die An­ge­le­gen­heit aber nicht er­le­digt. Am 13. Ok­to­ber will der Ge­richts­hof den Fall münd­lich ver­han­deln. Die AfD hat­te Fiecht­ner von al­len Red­ner­lis­ten ge­stri­chen und ihn aus zwei Aus­schüs­sen ab­ge­zo­gen. Sie wirft ihm vor, sich nicht an Frak­ti­ons­ab­spra­chen zu hal­ten. Fiecht­ner sag­te am Mitt­woch: „Ich re­spek­tie­re die Ent­schei­dung des Ge­richts. Of­fen­sicht­lich hal­ten die Rich­ter die An­ge­le­gen­heit für so kom­plex, dass sie nicht im Eil­ver­fah­ren ent­schei­den woll­ten.“Die AfD teil­te mit, man se­he der Ent­schei­dung ge­las­sen ent­ge­gen. „Wir ha­ben le­dig­lich da­für Sor­ge ge­tra­gen, dass wenn je­mand für die AfD-Frak­ti­on spricht, si­cher­ge­stellt ist, dass die Auf­fas­sung der Frak­ti­on wie­der­ge­ge­ben wird. Da­für Sor­ge zu tra­gen, ent­spricht der stän­di­gen höchst­rich­ter­li­chen Recht­spre­chung“, so der rechts­po­li­ti­sche Spre­cher Rü­di­ger Klos.

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