Ge­funkt hat’s auf dem Jahr­markt

Ma­ria und Bru­no Be­chin­ger fei­ern Dia­man­te­ne Hoch­zeit

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Markdorf -

(mt) - Ma­ria und Bru­no Be­chin­ger ha­ben sich am 2. Au­gust 1957 im Ber­ma­tin­ger Stan­des­amt und ei­nen Tag spä­ter in der St. Ge­org-Kir­che das Ja-Wort ge­ge­ben. 60 Jahre da­nach fei­ern die 84-Jäh­ri­ge und ihr 89jäh­ri­ger Mann Ehe­mann Bru­no die Dia­man­te­ne Hoch­zeit. Nach ei­ner klei­nen Fei­er im engs­ten Kreis und dem Be­such des Bür­ger­meis­ters Ge­org Ried­mann ges­tern soll das Ju­bi­lä­um am Sams­tag mit Ver­wand­ten und Freun­den nach­ge­fei­ert wer­den.

Gan­ze sie­ben Jahre soll­te es dau­ern, bis die bei­den Haus und Bett mit­ein­an­der tei­len konn­ten. Ma­ria Be­chin­ger, ge­bo­re­ne Fa­der­bau­er, am 23. Fe­bru­ar 1933 in Ber­ma­tin­gen ge­bo­ren, ist dort mit vier Ge­schwis­tern auf­ge­wach­sen, zur Schu­le ge­gan­gen und hat an­schlie­ßend als Haus­halts­ge­hil­fin ge­ar­bei­tet. Ihr Mann Bru­no, am 25. Mai 1928 in Ahau­sen ge­bo­ren, hat 1943 in ei­ner Zinn­schmie­de in Meersburg das Me­tall­kunst­werk er­lernt. Zahl­rei­che Va­sen, Tel­ler und Tee­ser­vice in ih­rem Haus, er­in­nern noch heu­te an die­se Fer­tig­keit. Nach dem Krieg wech­sel­te er dann zu den Zep­pe­lin-Me­tall-Wer­ken nach Fried­richs­ha­fen. „Wir hat­ten uns schon als Ju­gend­li­che ken­nen­ge­lernt, weil die Ahau­se­ner zu uns nach Ber­ma­tin­gen in die Kir­che ge­gan­gen sind“, er­in­nert sich Ma­ria und fügt mit ei­nem Schmun­zeln an: „da­mals muss­ten wir als Kin­der noch mit in die Kir­che“.

So rich­tig ge­funkt hat es am 21. No­vem­ber 1951 auf dem tra­di­tio­nel­len Eli­sa­be­then­markt in Markdorf. „Ich hat­te Ma­ria als net­tes und hüb­sches Mä­del schon lan­ge im Au­ge und nach dem Tanz in der Kro­ne und in der Stadt­hal­le ha­be ich sie dann zum ers­ten Mal heim­ge­bracht“, er­in­nert er sich.

Aus die­sem Heim­brin­gen soll­te sich ei­ne lan­ge, har­mo­ni­sche Ehe ent­wi­ckeln, aus der mit In­ge­borg und Ralf zwei Kin­der und in­zwi­schen auch zwei er­wach­se­ne En­kel­söh­ne her­vor­ge­gan­gen sind.

Ein­zug am Hoch­zeits­tag

Weil Bru­no zu sei­ner Ar­beits­stel­le in Fried­richs­ha­fen ei­ne Bahn­an­bin­dung be­nö­tig­te und die in Ahau­sen nicht ge­ge­ben war, hat­ten sich die bei­den ent­schie­den, in Markdorf in der Kreuz­gas­se 10 ihr Nest zu bau­en. „Den Roh­bau ha­be ich ver­ge­ben, aber den In­nen­aus­bau ha­ben wir zum größ­ten Teil sel­ber ge­macht“, sagt er. „An un­se­rem Hoch­zeits­tag sind wir dann in un­ser ge­mein­sa­mes Haus ge­zo­gen“, blickt Ma­ria zu­rück.

Auf die Fra­ge nach dem Re­zept für ei­ne lan­ge Lie­be ant­wor­ten Ma­ria und Bru­no uni­so­no: „Wir ha­ben uns im­mer gut ver­stan­den, uns ge­schätzt und ge­ach­tet und auch ein­mal nach­ge­ge­ben“.

Dem rüs­ti­gen Ehe­paar bleibt nur zu wün­schen, dass sie in fünf Jah­ren dann ih­re Ei­ser­ne Hoch­zeit fei­ern kön­nen. Ne­ben Glück­wün­schen des Mark­dor­fer Bür­ger­meis­ters Ge­org Ried­mann gra­tu­lier­te auch Mi­nis­ter­prä­si­dent Win­fried Kret­sch­mann so­wie der Erz­bi­schof von Frei­burg, Ste­phan Bur­ger.

FO­TO: MT

Seit 60 Jah­ren sind Ma­ri­as und Bru­no Be­chin­ger ein glück­li­ches Ehe­paar. Grund ge­nug, die­sen An­lass ge­büh­rend zu fei­ern und auch die Glück­wün­sche von Bür­ger­meis­ter Ge­org Ried­mann ent­ge­gen­zu­neh­men.

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