Ein An­bau soll für Ent­las­tung sor­gen

Na­he­zu al­le Kin­der­gar­ten­plät­ze im Deg­gen­hau­ser­tal sind be­legt – 215 Kin­der in Be­treu­ung

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Deggenhausertal - Von Bri­git­te Wal­ters

– In den vier Kin­der­gär­ten im Deg­gen­hau­ser­tal sind fast al­le Plät­ze be­legt, zur Ent­span­nung der Si­tua­ti­on soll im Kin­der­gar­ten Deg­gen­hau­sen ei­ne Al­ter­ge­misch­te Grup­pe ab zwei Jah­ren ein­ge­rich­tet wer­den. Für die nächs­ten Jahre wird kein Rück­gang der Kin­der­zah­len er­war­tet, des­halb gibt es Über­le­gun­gen im Kin­der­haus Un­ter­sig­gin­gen ei­ne Men­sa ein­zu­rich­ten, um die dor­ti­ge be­eng­te Platz­si­tua­ti­on zu be­sei­ti­gen. Dies ist das Fa­zit des Kin­der­gar­ten-Be­darfs­plans für die nächs­ten zwei Jahre, der in der Sit­zung des Ge­mein­de­ra­tes am Di­ens­tag vor­ge­stellt wur­de.

Die Ge­mein­de rech­ne für die nächs­ten Jahre mit ei­ner kon­stan­ten Ge­bur­ten­ra­te zwi­schen 40 bis 45 Kin­dern jähr­lich, er­klär­te Sa­b­ri­na Scho­rer von der Ver­wal­tung, dies auch mit Blick auf die bei­den Neu­bau­ge­bie­te in Deg­gen­hau­sen und Wit­ten­ho­fen.

Der­zeit wer­den 215 Kin­der in den vier Kin­der­gär­ten be­treut, da­von sind 163 in acht Grup­pen der über Drei­jäh­ri­gen und 35 in vier Grup­pen der un­ter Drei­jäh­ri­gen. Al­le vier Kin­der­gär­ten sind fast voll­aus­ge­las­tet, da­bei gibt es nur im Kin­der­haus Un­ter­sig­gin­gen Platz Pro­ble­me, da die Rä­um­lich­kei­ten für den Ess­be­reich zu klein sind. Der­zeit wer­den vor Ort mehr als 30 Kin­der mit Es­sen ver­sorgt. Die Raum­si­tua­ti­on wur­de von den El­tern kri­ti­siert, des­halb gibt es in­zwi­schen Über­le­gun­gen zu ei­ner Er­wei­te­rung. Auf­grund der Nach­fra­ge soll die der­zeit vor­han­de­ne Klein­grup­pe für un­ter Drei­jäh­ri­ge in Un­ter­sig­gin­gen auf ei­ne Nor­mal­grup­pe, al­so zehn Kin­der, auf­ge­stockt wer­den. Zu­dem soll in Deg­gen­hau­sen ei­ne al­ters­ge­misch­te Grup­pe ab zwei Jahre ge­bil­det wer­den, so dass wei­te­re Plät­ze an­ge­bo­ten wer­den kön­nen. So dass für die nächs­ten Jahre aus­rei­chend Kin­der­gar­ten-Plät­ze an­ge­bo­ten wer­den kön­nen.

Drei rea­lis­ti­sche Va­ri­an­ten für ei­nen An­bau in Un­ter­sig­gin­gen

Im Kin­der­haus in Un­ter­sig­gin­gen könn­te ein An­bau mit ei­ner Men­sa für die Ent­las­tung der vor Ort sehr be­eng­ten Si­tua­ti­on sor­gen. Auf­grund der ge­stie­ge­nen Nach­fra­ge nach Mit­tag­es­sen, ist es au­gen­blick­lich sehr eng und die Räu­me für die vie­len Kin­der sind zu klein. Die El­tern hat­ten die­sen Miss­stand mit ei­nem Schrei­ben an den Ge­mein­de­rat im Mai be­klagt (die „Schwä­bi­sche Zei­tung be­rich­te­te) und um Än­de­rung ge­be­ten. Fünf An­bau-Va­ri­an­ten stell­te Ar­chi­tekt Martin Holz­ner dem Ge­mein­de­rat am Di­ens­tag vor. Zahl­rei­che El­tern und Er­zie­her wa­ren ge­kom­men, um die Vor­stel­lung der Plä­ne zu ver­fol­gen.

Zwei Va­ri­an­ten, ein zwei­ge­schos­si­ger An­bau mit vier Grup­pen­räu­men, lehn­ten die Ge­mein­de­rä­te auf­grund der Grö­ße ab. Die drei an­de­ren Va­ri­an­ten se­hen ei­nen ein­ge­schos­si­gen An­bau im öst­li­chen oder süd­li­chen Be­reich vor. In dem An­bau könn­te ein zu­sätz­li­cher Grup­pen­raum ge­schaf­fen wer­den, so dass im Be­stand durch ei­nen Um­bau ei­ne Men­sa ge­schaf­fen wer­den kann. Durch den An­bau soll die Si­tua­ti­on beim Mit­tag­es­sen deut­lich ver­bes­sert wer­den, wünsch­te sich Ge­mein­de­rä­tin El­frie­de von Ow-Haag, die gro­ßen Lö­sun­gen lehn­te sie ab, da da­durch zu­viel Spiel­flä­che ver­lo­ren gin­ge. Mit den Va­ri­an­ten eins bis drei ge­be es vier Plät­ze mehr und deut­lich mehr Flä­che für die Men­sa, er­klär­te Bür­ger­meis­ter Fa­bi­an Me­schen­mo­ser. Die klei­ne Va­ri­an­te rei­che aus, stell­te Ge­mein­de­rat Rü­di­ger Em­rich fest, der Kin­der­gar­ten sol­le nicht grö­ßer wer­den, da es be­reits jetzt Pro­ble­me mit dem Par­ken ge­be. Wenn not­wen­dig, müs­se der Ge­mein­de­rat über ei­nen neu­en Kin­der­gar­ten be­ra­ten.

Nach aus­führ­li­cher Be­ra­tung, er­klär­te der Bür­ger­meis­ter, dass die Plä­ne für die drei klei­nen Va­ri­an­ten über­ar­bei­tet und kon­kre­ti­siert wer­den und der Ge­mein­de­rat die­se nach der Som­mer­pau­se er­neut be­ra­ten soll. Gleich­zei­tig wer­de sich die Ge­mein­de für das neue Zu­schuss-Pro­gramm des Lan­des für Kin­der­gär­ten be­wer­ben. Nach der Zeit­be­rech­nung von Ar­chi­tekt Holz­ner kön­ne der An­bau im Kin­der­haus in Un­ter­sig­gin­gen im Sep­tem­ber 2018 be­zo­gen wer­den.

FO­TO: MAR­VIN WE­BER

Ein An­bau am Kin­der­haus in Un­ter­sig­gin­gen könn­te vor Ort die be­eng­te Si­tua­ti­on lö­sen.

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