Je­des Pro­dukt ver­hält sich an­ders

„Wis­sen, was geht“: Ju­gend­li­che er­kun­den die Zep­pe­lin Sys­tems GmbH

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Friedrichshafen -

(cdi) - Vom Alu­mi­ni­um­blech zum fer­ti­gen Si­lo: Am Di­ens­tag­nach­mit­tag ha­ben 14 Ju­gend­li­che bei der Zep­pe­lin Sys­tems GmbH Ein­bli­cke in den An­la­gen­bau er­hal­ten. In die­sem Jahr gibt es 46 Un­ter­neh­men, die an dem Pro­jekt „Wis­sen, was geht“teil­neh­men und in den Som­mer­fe­ri­en ih­re Pfor­ten öff­nen. Ziel ist es, jun­gen Men­schen die Be­rufs­wahl zu er­leich­tern.

Im Foy­er be­grüßt Klaus Burk­hard, Aus­bil­dungs­meis­ter bei der Zep­pe­lin Sys­tems GmbH, al­le Ju­gend­li­chen mit Hand­schlag. Mit da­bei ist Mar­co, der in die neun­te Klas­se geht und spä­ter in der In­dus­trie ar­bei­ten möch­te. MTU hat er sich be­reits an­ge­schaut. Die 15-jäh­ri­ge Sa­b­ri­na nutzt die Fe­ri­en, um in die Be­rufs­welt hin­ein­zu­schnup­pern. In zwei Jah­ren, wenn sie mit der Schu­le fer­tig ist, will sie mit ei­ner Aus­bil­dung be­gin­nen. „Wis­sen, was geht“ist ein Pro­jekt, das die Wirt­schafts­för­de­rung Bo­den­see­kreis (WFB) ins Le­ben ge­ru­fen hat. Mit vie­len Un­ter­neh­men in der Re­gi­on be­steht ei­ne en­ge Zu­sam­men­ar­beit. „Jun­ge Men­schen sol­len die Be­rufs­welt mög­lichst früh ken­nen­ler­nen, um sich bes­ser ent­schei­den zu kön­nen“, sagt Si­byl­le Koch, Pro­jekt­ma­na­ge­rin bei der WFB.

Nach ei­nem kur­zen Ein­blick in die Un­ter­neh­mens­ge­schich­te geht es in die Pro­duk­ti­ons­hal­le und ins Tech­ni­kum. In der Pro­duk­ti­ons­hal­le ent­ste­hen Si­los: Nils Gor­zal­ka führt die Ju­gend­li­chen an Blech­rol­len und Stanz­ma­schi­nen vor­bei. Ar­bei­ter schwei­ßen die Ein­zel­tei­le der Si­los zu­sam­men. Weil es sehr laut ist, ha­ben die Ju­gend­li­chen Kopf­hö­rer be­kom­men. Gor­zal­ka spricht in ein klei­nes Mi­kro­fon. „Die Qua­li­täts­si­che­rung muss die Zu­sam­men­set­zung der Ble­che prü­fen“, er­klärt er. Alu­mi­ni­um sei nicht gleich Alu­mi­ni­um. Es ge­be Un­ter­schie­de, zum Bei­spiel im Hin­blick auf den Här­te­grad. Die­ser müs­se zum spä­te­ren In­halt des Si­los pas­sen. War­um das so ist, weiß Pia Spiel­vo­gel im Tech­ni­kum: „Je­des Pro­dukt ver­hält sich an­ders“, sagt sie. Ruß, Kunst­stof­fe und Le­bens­mit­tel – Pro­duk­te, die in Si­los ge­la­gert wer­den – hät­ten ver­schie­de­ne Fließ­ei­gen­schaf­ten. Auf­ga­be des Tech­ni­kums sei, die Ma­te­ria­li­en für die Si­los auf die Pro­duk­te ab­zu­stim­men.

FO­TO: CHRIS­TOPH DIER­KING

Blech­rol­len und Stanz­ma­schi­nen: Nils Gor­zal­ka führt die Ju­gend­li­chen durch die Pro­duk­ti­ons­hal­le.

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