Yvon­ne Cat­ter­feld regt zum Nach­den­ken an

Fans je­den Al­ters sin­gen be­geis­tert ih­re Tex­te mit – Künst­le­rin sucht die Nä­he zum Pu­bli­kum

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Kulturufer - Von Ja­ni­ne Na­pir­ca

– Pro­mi­nen­ter Be­such im Gro­ßen Zelt beim Kul­turu­fer in Friedrichshafen: Die Sän­ge­rin und Schau­spie­le­rin Yvon­ne Cat­ter­feld hat mit Songs aus ih­rem neu­en Al­bum „Gu­ten Mor­gen Frei­heit“das Pu­bli­kum be­wegt. Das Al­ter der Zu­schau­er reich­te von Kin­der­gar­ten­kin­dern, über Schü­ler und Stu­den­ten bis hin zu jung­ge­blie­be­nen Er­wach­se­nen und Se­nio­ren.

Mit rhyth­mi­schen Mu­sik­stü­cken wie „Frei­spren­gen“sorg­te Cat­ter­feld für aus­ge­las­se­ne Stim­mung. Dass sie aber auch ei­ne ge­fühl­vol­le Soul­stim­me be­sitzt, die das Pu­bli­kum zu Trä­nen rührt, zeig­te sie un­ter an­de­rem mit ih­rer Ver­si­on des Songs „Hey“von Andre­as Bou­ra­ni, den sie erst­ma­lig in der TV-Show „Sing mei­nen Song – Das Tausch­kon­zert“zum Bes­ten ge­ge­ben hat.

Un­ter den Kon­zert­be­su­chern fan­den sich so­wohl Fans der ers­ten St­un­de, die ihr von An­fang an die Treue hiel­ten, als auch be­geis­ter­te Mu­sik­lieb­ha­ber, die sie für sich neu oder wie­der ent­deckt ha­ben. Die zehn­jäh­ri­ge Lu­cie aus Wit­ten­ho­fen im Deg­gen­hau­ser­tal be­kam das Kon­zert­ti­cket von ih­rer Mut­ter ge­schenkt: „Ich war noch nie auf ei­nem Kon­zert und ich fin­de es so toll, dass mei­ne Ma­ma mich über­rascht hat. Ich neh­me selbst Ge­s­angs­un­ter­richt und da ha­be ich auch schon Lie­der von Yvon­ne ge­sun­gen.“

Yvon­ne Cat­ter­feld hat seit dem Be­ginn ih­rer Kar­rie­re im Jahr 2001 ei­ne enor­me Ent­wick­lung durch­ge­macht. Wer sie nur als blon­den PopEn­gel, der die Wol­ken wei­ter­schiebt, kennt, soll­te auf je­den Fall in ihr neu­es Al­bum rein­hö­ren. Mit der Grün­dung ih­rer ei­ge­nen Plat­ten­fir­ma schaff­te sie sich Raum für die von ihr be­sun­ge­ne Frei­heit.

Ihr sieb­tes Stu­dio­al­bum ist für sie ei­ne Her­zens­an­ge­le­gen­heit, da sie vor al­lem The­men auf­greift, die für sie von gro­ßer Be­deu­tung sind. Das Häf­ler Ehe­paar Ro­sen­ber­ger kennt Yvon­ne Cat­ter­feld noch als Ju­lia Blum aus der Se­rie „Gu­te Zei­ten, Schlech­te Zei­ten“und von ih­ren Be­su­chen in Friedrichshafen bei „Ver­ste­hen Sie Spaß“und „Wet­ten Dass?...“. „Die Mu­sik ist ein­fach sehr schön, viel an­spruchs­vol­ler als zum Bei­spiel ein Rock­kon­zert“, sagt Pe­ter Ro­sen­ber­ger und sei­ne Frau Pris­ka stimmt ihm zu: „Ih­re Tex­te ma­chen nach­denk­lich und sie be­schreibt Si­tua­tio­nen aus dem Le­ben.“Was die bei­den be­dau­ern, ist, dass sie die Tex­te nicht schon vor dem Kon­zert kann­ten, aber jetzt wol­len sie sich das neue Al­bum kau­fen.

An­ge­reist ist die Sän­ge­rin aus Er­furt nur mit ih­rer Band. Des­we­gen muss­te sie bei den Fea­tu­res im­pro­vi­sie­ren. So be­zog sie für den Song „Ir­gend­was“, den sie nor­ma­ler­wei­se mit dem Rap­per Ben­gio per­formt, kur­zer­hand die Kon­zert­be­su­cher mit ein. Kein Pro­blem für die text­si­che­ren Fans auf dem Kul­turu­fer– je­de ein­zel­ne Zei­le be­herrsch­ten sie fast bes­ser als die, un­ter an­de­rem mit dem Echo aus­ge­zeich­ne­te, Sän­ge­rin selbst.

Nach dem an­dert­halb­stün­di­gen Kon­zert war sich Cat­ter­feld nicht zu scha­de, noch mit ih­ren Fans zu plau­dern, Au­to­gram­me zu ge­ben und Sel­fies zu ma­chen.

Die­se na­tür­li­che Art schät­zen auch die Schwes­tern Dia­na und Ra­chel aus Rhein­land-Pfalz. Das Kon­zert beim Kul­turu­fer ist be­reits das elf­te, dass die 23-jäh­ri­ge Dia­na von Yvon­ne Cat­ter­feld be­sucht: „An Yvon­ne mag ich vor al­lem ih­re Na­tür­lich­keit und ih­re Bo­den­stän­dig­keit. Ich lie­be ih­re Tex­te und die Me­lo­di­en ih­rer Stü­cke ge­hen di­rekt un­ter die Haut.“

FO­TO: JA­NI­NE NA­PIR­CA

Manch­mal muss gar nicht al­les „Bes­ser wer­den, um gut ge­nug zu sein“. Yvon­ne Cat­ter­feld hat sicht­lich Spaß da­bei, das Pu­bli­kum im Gro­ßen Zelt zu un­ter­hal­ten.

Vor der Büh­ne gibt die Sän­ge­rin Au­to­gram­me.

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