Schmid: „Das Schick­sal des Bi­ke­to­wers ist be­stimmt“

Radt­urm taucht nicht auf Ta­ges­ord­nung im Rat auf und doch ist die Mar­sch­rich­tung klar

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Oberteuringen/immenstaad/meckenbeuren -

(rwe) - Die Still­le­gung des Bi­ke­to­wers in Meckenbeuren als Fahr­rad­t­urm hat­te der Ge­mein­de­rat im März be­schlos­sen. Bis zu des­sen Ju­li-Sit­zung soll­te klar sein, ob ei­ne an­de­re Nut­zung im Ge­bäu­de statt­fin­den soll oder der Ab­bau des 2011 er­stell­ten Kon­strukts er­folgt. In der jüngs­ten öf­fent­li­chen Sit­zung gab es da­zu aber kei­ne Aus­kunft, so­dass die SZ bei Bür­ger­meis­ter Andre­as Schmid nach­ge­fragt hat.

„Der Ge­mein­de­rat weiß Be­scheid“, ver­weist er dar­auf, dass den Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den im Vor­feld mit­ge­teilt wur­de, dass der Ta­ges­ord­nungs­punkt am 26. Ju­li nicht auf der Agen­da sei. Was an der Prio­ri­tä­ten­set­zung lag: Da­hin­ter steckt of­fen­bar ei­ne Häu­fung an Pro­jek­ten im Bau­amt, die noch vor der Som­mer­pau­se ab­zu­ar­bei­ten wa­ren.

Die Kern­fra­ge, wie sie im Früh­jahr for­mu­liert wur­de: Gibt es rea­li­sier­ba­re Vor­schlä­ge für ei­ne Nut­zung un­ter Be­las­sung als To­wer? Ein neu­er In­ter­es­sent war kurz dar­auf auf die Ge­mein­de zu­ge­kom­men, der Vor­stel­lun­gen zu ei­nem Wie­der­be­trieb als Fahr­rad­t­urm hat­te. Al­ler­dings sei die An­fra­ge dann doch in­ner­halb we­ni­ger Wo­chen vom Tisch ge­we­sen, er­läu­ter­te Schmid im Mai.

Und da sich seit­her nichts ge­tan hat, zeigt sich Andre­as Schmid si­cher: „Das Schick­sal des Bi­ke­to­wers ist be­stimmt.“Al­ler­dings muss der Ge­mein­de­rat für den Ab­bau ei­nen förm­li­chen Be­schluss fas­sen.

Da­zu war be­reits in der Ju­li-Sit­zung an­ge­klun­gen, dass es „um­fang­rei­che Er­war­tun­gen“an Al­ter­na­ti­ven gibt, so der Bür­ger­meis­ter. „Wir ha­ben mehr Nut­zungs­ide­en als freie Flä­che“, hat­te er zu­sam­men­ge­fasst. Vor al­lem drei neue Aspek­te wa­ren im­mer wie­der ins Spiel ge­bracht wor­den: ei­ne öf­fent­li­che Toi­let­te, Ab­stell­mög­lich­kei­ten für Fahr­rä­der und ei­ne Ga­ra­ge für das E-Au­to „em­ma“.

Ers­te­re ist seit Lan­gem ein weit ver­brei­te­ter Wunsch - auch wenn es mit dem WC am KIM-Cen­ter ein öf­fent­li­ches An­ge­bot gibt (das aber doch ein Stück ent­fernt und noch re­la­tiv un­be­kannt ist). Auf An­trag der BUS-Frak­ti­on hat­te der Ge­mein­de­rat im No­vem­ber 2016 ein­stim­mig ge­bil­ligt, dass für das stil­le Ört­chen Pla­nungs­kos­ten in Hö­he von 10 000 Eu­ro in den Haus­halt 2017 ein­zu­stel­len sind. An ei­ne schnel­le Um­set­zung – viel­leicht noch in die­sem Jahr – ist aber nicht zu den­ken. Wei­ter­hin ist die Ver­wal­tung auf Stand­ort­su­che - und dürf­te si­cher auch je­nen prü­fen, an dem jetzt noch der Bi­ke­to­wer steht.

Was die Ab­stell­mög­lich­kei­ten für Fahr­rä­der an­geht: Hier dreh­ten sich die Ge­dan­ken um die An­schaf­fung wei­te­rer Bo­xen als auch um ei­nen sta­tio­nä­ren Bü­gel. „Wir pla­nen, den Bü­gel noch in die­sem Jahr auf der KIM-Cen­ter-Sei­te zu rea­li­sie­ren“, so der Schul­tes.

FO­TO: RWE

Noch steht der Bi­ke­to­wer. Sein Ab­riss scheint aber be­schlos­se­ne Sa­che. Viel­mehr geht es be­reits dar­um, was an sei­ne Stel­le tritt. Auf der Flä­che ver­blei­ben wer­den auf je­den Fall die La­de­säu­len.

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