Lohn­nach­zah­lung nach un­zu­läs­si­ger Kün­di­gung

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Auto & Verkehr -

Oh­ne Ar­beit kein Lohn: Das ist ei­ne Grund­re­gel im Ar­beits­recht. Sie gilt je­doch nicht, wenn ein Ar­beit­ge­ber ei­nem Mit­ar­bei­ter kün­digt und den Raus­wurf spä­ter zu­rück­neh­men muss. In sol­chen Fäl­len muss er ei­nen so­ge­nann­ten Ver­zugs­lohn zah­len. Das geht aus ei­nem Ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richts Düsseldorf her­vor (Az.: 4 Sa 869/16), auf das der Bund-Ver­lag hin­weist.

Ge­klagt hat­te die Ge­schäfts­füh­re­rin ei­ner An­walts­kam­mer. Ihr Ar­beit­ge­ber hat­te ihr ge­kün­digt, weil sie für Ne­ben­tä­tig­kei­ten oh­ne Er­laub­nis an­geb­lich Mit­ar­bei­ter der Kam­mer ein­ge­setzt hat­te. Das Ge­richt wies die Kün­di­gung je­doch zu­rück: Ers­tens sei­en die Vor­wür­fe nicht be­wie­sen, zwei­tens ha­be es vor dem Raus­wurf kei­ne Ab­mah­nung ge­ge­ben. Die Ge­schäfts­füh­re­rin hat für neun Mo­na­te nun An­spruch auf ei­nen Ver­zugs­lohn in Hö­he von knapp 127 000 Eu­ro. (dpa)

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.