Die­sel­fah­rer ver­klagt Ver­kehrs­mi­nis­ter Do­brindt auf Scha­den­er­satz

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Wirtschaft -

(AFP) - Im Ab­gas­skan­dal hat der Be­sit­zer ei­nes VW Golf Die­sel Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Alex­an­der Do­brindt (CSU) vor dem Land­ge­richt Frei­burg auf Scha­den­er­satz ver­klagt. Dies sei die ers­te Staats­haf­tungs­kla­ge ge­gen die Bun­des­re­pu­blik im Die­selskan­dal, teil­te die Rechts­an­walts­kanz­lei des Klä­gers, Stoll & Sau­er, am Sams­tag im ba­di­schen Lahr mit.

Der Be­sit­zer des mit ei­ner ma­ni­pu­lier­ten Soft­ware ver­se­he­nen Golf GTD wirft Do­brindt dem­nach vor, die Ty­pen­ge­neh­mi­gungs­richt­li­nie der Eu­ro­päi­schen Uni­on (EU) nicht hin­rei­chend um­ge­setzt zu ha­ben. Nach Ar­ti­kel 46 die­ser Richt­li­nie war die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ver­pflich­tet, ab­schre­cken­de Sank­tio­nen für Ver­stö­ße ge­gen die Richt­li­nie vor­zu­se­hen. Nach An­sicht der Kanz­lei hat die Bun­des­re­pu­blik sol­che Sank­tio­nen nicht ge­re­gelt.

Zum an­de­ren wirft die Kanz­lei Do­brindt und dem Kraft­fahrt-Bun­des­amt (KBA) vor, die Au­to­mo­bil­in­dus­trie nicht hin­rei­chend über­wacht zu ha­ben, ob­wohl es beim Um­welt­bun­des­amt be­reits früh An­zei­chen für über­höh­te Emis­sio­nen gab. Hät­te das KBA frü­her ge­han­delt, hät­te der Klä­ger das Au­to 2012 nicht ge­kauft. Er möch­te nun von der Bun­des­re­pu­blik den Kauf­preis in Hö­he von 19.000 Eu­ro er­setzt be­kom­men und ihr da­für den man­gel­haf­ten VW Golf über­ge­ben.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.