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Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Meinung & Dialog - Von Ul­rich Men­de­lin, Nai­ro­bi

s ist ein Su­per-Wahl­tag in Ke­nia: So gut wie al­le wich­ti­gen Po­si­tio­nen in dem ost­afri­ka­ni­schen Staat wer­den am heu­ti­gen Di­ens­tag gleich­zei­tig neu be­setzt: Die Ke­nia­ner wäh­len ihr Par­la­ment, die Gou­ver­neu­re, Se­na­to­ren und Be­zirks­re­gie­run­gen. Vor al­lem aber be­stim­men sie den Prä­si­den­ten. Doch vie­le Wäh­ler se­hen dem Tag mit mul­mi­gen Ge­füh­len ent­ge­gen. Sie fürch­ten sich vor po­li­tisch mo­ti­vier­ter Ge­walt.

Es wä­re nicht das ers­te Mal: Vor zehn Jah­ren star­ben nach der Wahl mehr als tau­send Men­schen bei Zu­sam­men­stö­ßen zwi­schen den ver­fein­de­ten Par­tei­en. Hun­dert­tau­sen­de wur­den ver­trie­ben. Nun geht die Angst um, dass sich die Ge­schich­te wie­der­ho­len könn­te. Das liegt auch an den Män­nern, die den dies­jäh­ri­gen Wahl­kampf do­mi­nie­ren. Sein Her­aus­for­de­rer Rai­la Odin­ga, da­mals of­fi­zi­ell knapp un­ter­le­gen und nach ei­nem Macht­tei­lungs­ab­kom­men zeit­wei­se Pre­mier­mi­nis­ter des Lan­des, tritt zum mitt­ler­wei­le vier­ten Mal für das höchs­te Staats­amt an. Odin­ga, der in der DDR stu­diert hat und deutsch spricht, hat ein brei­tes Op­po­si­ti­ons­bünd­nis ge­schmie­det und rech­net sich die­ses Mal Chan­cen für ei­nen Macht­wech­sel aus.

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