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Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Markdorf -

en­nen Sie die Fra­ge? „Wie ha­ben wir das bloß frü­her ge­macht?“Die klas­si­sche Fra­ge, wenn man als Mensch Ü40 wie­der ir­gend­ei­ne Er­run­gen­schaft der Mo­der­ne zur Hil­fe neh­men muss­te, um Lö­sun­gen zu fin­den. Ge­meint ist nicht die Schul­buch­fra­ge: Wel­cher Papst leb­te im Jahr 1618? Son­dern ei­ne viel sim­ple­re, et­wa: Wie schreibt man Li­by­en oder Ka­rus­sell? Oder: Wie heißt der und der mit Vor­na­men und wel­ches Amt be­klei­det der genau? Fra­gen, wie sie in Re­dak­tio­nen häu­fi­ger auf­tau­chen. Frü­her war das un­ter Um­stän­den Auf­takt ei­ner Re­cher­che – heute ist das nur ei­ne Fra­ge an On­kel Goog­le. Das In­ter­net spuckt die Ant­wort bin­nen Se­kun­den aus. Wie ha­ben wir das bloß frü­her ge­macht? Oder die Na­vi­ga­ti­on im Au­to, die oh­ne den has­ti­gen Blick auf die Land­kar­te ins Ziel führt. Oder der flot­te An­ruf mit dem Han­dy, statt der Su­che nach ei­ner Te­le­fon­zel­le, die EMail statt der Post­kar­te – es scheint heute al­les ein­fa­cher ge­wor­den zu sein. Da kommt nur die Fra­ge auf: War­um emp­fin­den wir Le­ben und All­tag ei­gent­lich nicht auch als ein­fa­cher, son­dern eher schwie­ri­ger und an­spruchs­vol­ler? (aep)

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