Rei­ter­tag lockt 110 Teil­neh­mer an

In meh­re­ren Dis­zi­pli­nen mes­sen sich die Rei­ter beim Tur­nier des RFC Gras­beu­ren

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Bermatingen/salem/service - Von Le­na Rei­ner

- Auf dem Hof der Fa­mi­lie Ho­her in Gras­beu­ren hat am Sonn­tag der tra­di­tio­nel­le Rei­ter­tag statt­ge­fun­den. Die Fa­mi­lie bie­tet dem Reit­und Fahr­club Gras­beu­ren (RFC) den Ort und Rah­men für Ver­an­stal­tun­gen und Un­ter­richt. Da­bei ist der Rei­ter­tag ein wich­ti­ger Be­stand­teil des Jah­res­pro­gramms. „Ein Rei­ter­tag ist die Klein­ver­si­on ei­nes Tur­niers“, er­klärt Me­la­nie Klei­ner vom RFC. In des­sen Rah­men könn­ten reit­be­geis­ter­te Ver­eins­mit­glie­der, aber vor al­lem Kin­der und Ju­gend­li­che ein­mal in die Ab­läu­fe „rein­schnup­pern“und her­aus­fin­den, ob ein Tur­nier „et­was für sie sei“.

In meh­re­ren Dis­zi­pli­nen fan­den am Sams­tag Wett­be­wer­be statt: Mor­gens be­gann der Tag mit Dres­sur­rei­ten in der Hal­le. Hier sei es vor al­lem wich­tig, dass Pferd und Rei­ter ei­ne Ein­heit bil­den, schil­der­te Klei­ner. Beim Sprin­gen wie­der­um ge­be es zwei Wer­tungs­va­ri­an­ten: Ein­mal wer­de Wert auf die Zu­sam­men­ar­beit aus Pferd und Rei­ter und die Haltung ge­legt, dann ge­be es aber auch ei­ne Run­de, bei der die Zeit zäh­le. „Da ge­winnt dann der Schnells­te. Das ist eher was für Ad­re­na­lin­jun­kies.“

Genau 110 Starts fan­den am Sams­tag statt. Und auch die Fa­mi­li­en der Rei­ter lie­ßen sich von dem un­ste­ti­gen Wet­ter nicht den Spaß ver­der­ben und ver­folg­ten ge­bannt die Wett­kämp­fe. Dass di­rekt nach ei­nem Re­gen­schau­er das Spring­rei­ten im Frei­en statt­fin­den konn­te, da­für sorg­te die pro­fes­sio­nell ge­stal­te­te Kop­pel,

die nach au­ßen hin ab­schüs­sig ist. So war der Bo­den im Nu ge­trock­net und „schön grif­fig“für die Pfer­de­hu­fe, wie ei­ne Zu­schaue­rin er­läu­ter­te.

Jut­ta Spa vom Ver­eins­vor­stand zeig­te sich dank­bar für die Zu­sam­men­ar­beit. „Fa­mi­lie Ho­fer be­treibt den Stall und gibt re­gel­mä­ßig Reit­un­ter­richt. Das könn­ten wir als Ver­ein al­lein gar nicht stem­men“, schil­der­te Spa. Sie be­zeich­ne­te es als „ein gro­ßes Glück“, die An­la­ge mit ih­rer In­fra­struk­tur nut­zen zu dür­fen. „Es ist nicht ein­fach, gut aus­ge­bil­de­te Schul­pfer­de zu fin­den, die auch gut ge­hal­ten wer­den“, er­klär­te Spa und

be­grün­de­te da­mit auch den Rück­gang an Nach­wuchs im Ver­ein. Häu­fig sei es ei­ne Geld­fra­ge. Gu­ter Reit­un­ter­richt sei teu­er, ein ei­ge­nes Pferd brin­ge noch mehr Kos­ten mit sich. Vie­le könn­ten sich dies ein­fach nicht leis­ten. Um­so mehr freue sie das wei­ter­hin gro­ße In­ter­es­se an dem all­jähr­lich statt­fin­den­den Rei­ter­tag. „Den gibt es seit min­des­tens 15 Jah­ren in Fol­ge.“

Haus­herr Klaus Ho­her war beim Rei­ter­tag we­gen Krank­heit nicht an­we­send. Da­für konn­te sei­ne Mut­ter Lu­cia Ho­fer von Frü­her er­zäh­len. „1972 ha­ben wir mit den Kü­hen auf­ge­hört

und 1982 ha­ben wir dann den Stall ge­baut“, er­in­ner­te sie sich zu­rück. Pfer­de ha­be es auf dem Hof al­ler­dings schon lan­ge vor ih­rer Zeit ge­ge­ben. Sie ha­be hier ein­ge­hei­ra­tet und dann selbst die Lie­be zu den Tie­ren ent­deckt. Et­wa vier Jahr­zehn­te ha­be sie selbst im Sat­tel ge­ses­sen. „Heute len­ke ich nur noch die Kut­sche“, ver­riet sie. Zu­vor ha­be sie 34 Jah­re lang ih­ren ei­gent­li­chen Be­ruf, Er­zie­he­rin, ne­ben dem Um­gang mit den Pfer­den aus­ge­übt. Das eher trü­be Wet­ter sah die Pfer­de­fach­frau po­si­tiv: „Es ist ide­al für die Tie­re, wenn es be­deckt und nicht heiß ist.“

FO­TO: LE­NA REI­NER

Das ers­te ei­ge­ne Hin­der­nis des Ver­eins mit dem Lo­go des Reit- und Fahr­ver­eins ist neu.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.