Ein Feu­er­werk an Mu­si­ka­li­tät, Akro­ba­tik und Hu­mor

„Go­gol & Mäx las­sen mit Mu­sik­ka­ba­rett Pu­bli­kum Trä­nen la­chen und ein­fach nur stau­nen

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Friedrichshafen -

Pro­gramm, ne­ben den mu­si­ka­li­schen Fä­hig­kei­ten auch die höchst­akro­ba­ti­schen Leis­tun­gen ab­ru­fen konn­ten wird da­mit be­ant­wor­tet, dass sie ih­rem Hei­mat­ort der TurnLeis­tungs­grup­pe an­ge­hör­ten.

Ein Kla­vier, ei­ne Trom­mel, zwei Bil­der an den Wän­den mit den Por­traits von Johann Se­bas­ti­an Bach und Wolf­gang Ama­de­us Mo­zart bil­den auf der Büh­ne die Ku­lis­se für ihr Pro­gramm „Con­cer­to Hu­mo­ro­so“, bei dem sich Go­gol und Mäx ei­nen mu­si­ka­li­schen Wett­streit zwi­schen „Pia­no so­lo“und „Atta­co“mit über 20 In­stru­men­ten lie­fern.

Mu­si­ka­li­scher Schlag­ab­tausch

Pia­nist Go­gol, im Frack und ak­ku­rat ge­strie­gelt ist dar­auf be­dacht, klas­si­sche Stü­cke von Beet­ho­ven, Bach oder Mo­zart „so­lo“dar­zu­bie­ten. Sein lang­sträh­ni­ger Konzert- und Rei­se­be­glei­ter Mäx will das je­doch nicht so ein­fach hin­neh­men und möch­te sich sel­ber mu­si­ka­lisch in Sze­ne set­zen. Da­bei wird er von ei­ner in­stru­men­ta­len Ide­en­viel­falt ge­tra­gen, die von Trom­mel über Gei­ge, Kla­ri­net­te, Kuh­glo­cken bis hin zu ei­nem Trich­ter mit Gar­ten­schlauch reicht. Im­mer wie­der ver­sucht er, auch sein Lied „la cu­ca­racha“mit den ver­schie­dens­ten In­stru­men­ten an das Pu­bli­kum zu brin­gen. Der Wett­streit wird zu ei­ner atem­be­rau­ben­den akro­ba­ti­schen und mu­si­ka­li­schen Kunst­fer­tig­keit, ei­nem Ka­ba­rett oh­ne Wor­te, bei dem Mu­sik und Mi­mik im Vor­der­grund ste­hen.

Für das Pu­bli­kum wur­de die Show durch ih­re ei­ge­ne, uni­ver­sel­le Spra­che ein An­griff auf die Lach­mus­keln, denn sie lie­ßen ihm kaum ei­nen Au­gen­blick Zeit, sich vom Trä­nen­la­chen oder Bei­fall­klat­schen aus­zu­ru­hen. Beim gro­ßen Fi­na­le ho­len die bei­den Künst­ler noch ein­mal al­les aus sich her­aus. Da ba­lan­ciert Go­gol im ro­sa­far­be­nen Tu­tu schwin­del­er­re­gend über ei­ne Stan­ge, die Mäx zwi­schen Kla­vier und Tu­ba an­ge­bracht hat­te, steht er Sa­xo­fon spie­lend wack­lig auf ei­nem Brett, das auf zwei Blech­büch­sen ge­legt war, wäh­rend Mäx ihm auf dem zur Sei­te ge­kipp­tem Kla­vier be­glei­tet. Das Pu­bli­kum war von der Show so be­geis­tert, dass es die bei­den Aus­nah­me­künst­ler ein­fach nicht von der Büh­ne las­sen woll­ten. „Go­gol & Mäx“, die seit schon seit 25 Jah­ren für größ­te Hei­ter­keit auf den Büh­nen Eu­ro­pas sor­gen, ka­men den ste­hen­den Ova­tio­nen na­tür­lich nach und prä­sen­tier­ten als Zu­ga­be ein ein­drucks­vol­len Klang­spiel auf mit Was­ser ge­füll­ten Glä­sern.

FO­TO: MICHA­EL TSCHEK

Auf dem Trich­ter mit Gar­ten­schlauch ist Mäx ein wah­rer Kön­ner.

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