„Con fuo­co“kehrt ent­täuscht zu­rück

Mark­dor­fer lan­den bei der Deut­schen Grill­meis­ter­schaft auf ei­nem hin­te­ren Rang

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - ERSTE SEITE - Von Ju­lia Frey­da

Mark­dor­fer lan­den bei Deut­scher Grill­meis­ter­schaft auf ei­nem hin­te­ren Rang.

MARK­DORF - „Das war nicht so wie wir es uns vor­ge­stellt ha­ben“– So lau­tet das er­nüch­tern­de Fa­zit von Andre­as Reinl und Ro­land Här­le nach der Rück­kehr von der Deut­schen Grill­meis­ter­schaft in Ful­da. Das Mark­dor­fer Team „con fuo­co“ist un­ter den 19 Ama­teur­teams auf ei­nem hin­te­ren Rang ge­lan­det.

Beim Pro­be­gril­len in den ver­gan­ge­nen Wo­chen ha­ben Reinl und Här­le vor al­lem ei­ne Rück­mel­dung ih­rer Gäs­te be­kom­men: Lob. „Auch mit un­se­ren Gän­gen beim Wett­kampf wa­ren wir sel­ber sehr zu­frie­den“, sagt Här­le. Das sa­hen die Ju­ro­ren und Blind­ver­kos­ter of­fen­sicht­lich an­ders. Bei den üb­ri­gen Gän­gen blei­ben sie im hin­te­ren Teil­neh­mer­feld. „Da­bei­sein ist al­les, aber na­tür­lich sind wir nach dem gro­ßen Auf­wand und den in­ten­si­ven Vor­be­rei­tun­gen ent­täuscht über un­ser Ab­schnei­den“, sagt Reinl. Pro Übungs­gang hät­ten sie 150 bis 250 Eu­ro in­ves­tiert. „Wir ha­ben nicht nur Geld, son­dern auch viel Herz­blut in die Teil­nah­me ge­steckt“, sagt Här­le. Mit viel Mü­he hät­ten sie die Vor­ga­ben der Ger­man Barbe­cue As­so­cia­ti­on in der Vor­be­rei­tung ver­sucht krea­tiv um­zu­set­zen.

Vier Gän­ge müs­sen die Ama­teurgril­ler zu­be­rei­ten. Da­bei wa­ren Wolfs­barsch, Schwei­ne­bauch und Flap­steak vor­ge­ge­ben. Bei Um­set­zung und Bei­la­gen sind den Teil­neh­mern kei­ne Gren­zen ge­setzt. Ein­ge­hal­ten wer­den muss je­doch ein Zeit­li­mit und es dür­fen kei­ne Pfan­nen oder Töp­fe ein­ge­setzt wer­den. Ent­stan­den sind so auf dem Grill von „con fuo­co“Wolfs­barsch-In­vol­ti­ni mit Oran­gen­sau­ce und Oli­ven­kar­tof­feln, Wolfs­barsch­pra­li­nen und Avo­ca­do­küch­lein so­wie ei­ne me­di­ter­ra­ne Rou­la­de vom Schwein samt Rös­ti mit Gar­ne­len, Schwar­te­strei­fen und Mi­ni-To­ma­te-Moz­za­rel­la. Das Flap­steak ser­vier­ten sie me­di­um ge­gart saf­tig mit To­ma­te und Au­ber­gi­ne mit Se­sam-Knob­lauch-Schnitt­lauch­sau­ce so­wie Pfif­fer­lings­sa­lat. Elf Tel­ler müs­sen die Teams für Ver­kos­ter und zum Aus­stel­len an­rich­ten, Res­te wer­den an das Pu­bli­kum ge­ge­ben. Und auch dort hör­ten die Mark­dor­fer viel Lob.

Was Reinl und Här­le ir­ri­tiert, sind die Sprün­ge in­ner­halb der Be­wer­tung der ein­zel­nen Ge­rich­te. Pro Gang konn­te ein Ju­ror bis zu zehn Punk­te ge­ben. Beim Mark­dor­fer Team schwan­ken sie stark, mal gibt ein Ju­ror sechs Punk­te, ein an­de­rer 9,5. „In der Sum­me la­gen wir dann so zwi­schen 213 und 230 Punk­ten. Da wa­ren wir schon an­de­res ge­wohnt und la­gen bei vor­he­ri­gen Wett­kämp­fen bei mehr als 280 Punk­ten“, be­rich­tet Här­le. Ei­ne kon­kre­te schrift­li­che Beur­tei­lung oder Be­grün­dung ge­be es nicht. „Da ist es für uns na­tür­lich auch sehr schwie­rig, ei­ne Leh­re dar­aus zu zie­hen“, sagt der Mark­dor­fer. Reinl er­gänzt: „Hät­ten wir bei ei­nem Ge­richt durch­ge­hend sechs Punk­te, dann wüss­ten wir, dass wir eben da­ne­ben­ge­le­gen hät­ten. So sind die Punkt­sprün­ge für uns schwer ver­ständ­lich.“Wie zum Bei­spiel beim Gar­zu­stand des Schwei­ne­bau­ches. Der ha­be bei ei­ner op­ti­ma­len Kern­tem­pe­ra­tur von 82 bis 83 Grad ge­le­gen, aber von ei­nem Ju­ror auch nur sechs Punk­te be­kom­men.

Bei Här­le und Reinl bleibt der Grill nun aber nur vor­erst kalt. „Das Er­leb­nis müs­sen wir erst mal ver­dau­en. Es ist är­ger­lich, aber ver­dirbt uns na­tür­lich nicht den Spaß“, be­tont Här­le. Und spä­tes­tens im Früh­jahr wer­den sie wohl wie­der bei der Ger­man Barbe­cue As­so­cia­ti­on spi­cken, was für die Meis­ter­schaft 2018 ge­for­dert ist. Viel­leicht klappt es dann wie­der mit ei­nem Po­kal.

FO­TO: PR

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Das Team von „ con fuo­co“kehrt er­nüch­tert von den Deut­schen Grill­meis­ter­schaf­ten in Ful­da zu­rück. Vor al­lem Andre­as Reinl ( Zwei­ter von links) und Ro­land Här­le ( rechts) ver­ste­hen die Punkt­sprün­ge der Ju­ro­ren nicht.

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Nur mit ih­rem Fisch­ge­richt schaf­fen es die Mark­dor­fer un­ter die Top zehn.

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