Ge­gen vie­les ist ein Kraut ge­wach­sen

Cor­ne­lia Rick er­klärt Be­deu­tung der Kräu­ter in der Ta­ges­be­treu­ung

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - MARKDORF -

MARK­DORF (sz) - Die Ta­ges­be­treu­ung „Son­nen­blu­me" Mark­dorf hat ei­nen Kräu­ter­nach­mit­tag ver­an­stal­tet. Kräu­ter­ex­per­tin Cor­ne­lia Rick er­klär­te da­bei den Gäs­ten ei­ni­ges über die Wir­kungs­wei­sen und An­wen­dungs­ge­bie­te hei­mi­scher Wild­kräu- ter, wie es in der Pres­se­mit­tei­lung heißt.

Cor­ne­lia Rick hat­te ei­nen Korb voll mit Kräu­tern da­bei und er­klär­te: „Bei­fuß hilft, Fett bes­ser zu ver­ar­bei­ten und ist gut für Gal­le und Le­ber.“Au­ßer­dem sol­le Gän­se­fin­ger­kraut als „Krampf­kraut“in kei­ner Haus­apo­the­ke feh­len. Ros­ma­rin sei sehr be­le­bend, aber bei Blut­hoch­druck nicht zu emp­feh­len. Zu je­der Pflan­ze wuss­te die Mark­dor­fe­rin, die ihr Wis­sen auch bei Füh­run­gen der Tou­rist-In­for­ma­ti­on wei­ter­gibt, et­was zu er­zäh­len. So sei die Kö­nigs­ker­ze frü­her als Lichtstab in die Mit­te des Kräu­ter­bu­sches ein­ge­bun­den wor­den.

Vor­christ­li­cher Brauch

Das Bin­den von Kräu­ter­bü­schen sei ein Brauch aus vor­christ­li­cher Zeit, der vom Chris­ten­tum über­nom­men wor­den sei, be­rich­te­te Cor­ne­lia Rick. Die un­ter­schied­li­chen Kräu­ter soll­ten Un­heil und Krank­hei­ten vor­beu­gen. Durch den kirch­li­chen Se­gen, so glaub­te man frü­her, wer­den die Wir­kungs­wei­sen der Kräu­ter po­ten­ziert.

In der Ta­ges­be­treu­ung, in der de­menz­kran­ke Men­schen pro­fes­sio­nell be­treut wer­den, pflegt man die­sen Brauch eben­falls. Am 14. Au­gust bin­den die Gäs­te ih­re Kräu­ter­bü­sche, denn ei­nen Tag spä­ter, an Ma­ria Him­mel­fahrt, kommt Pfar­rer Bern­hard Pfaff, um die Ge­bin­de zu seg­nen.

FO­TO: SO­ZI­AL­STA­TI­ON BO­DEN­SEE

Kräu­ter­ex­per­tin Cor­ne­lia Rick stellt den Gäs­ten der Ta­ges­be­treu­ung un­ter­schied­li­che Kräu­ter vor.

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