Das ist Kä­se!

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - MARKDORF - Von Na­di­ne Sapot­nik

Ich bin ei­gent­lich ein dis­zi­pli­nier­ter Ein­käu­fer. Im Su­per­markt lan­det nur das im Ein­kaufs­wa­gen, was ich auch wirk­lich brau­che. Schließ­lich will ich kei­ne Le­bens­mit­tel weg­schmei­ßen, weil ich ein­fach zu­viel ge­kauft ha­be.

Am Sams­tag fah­re ich in den Ur­laub und na­tür­lich ar­bei­te ich schon seit Ta­gen auf ei­nen lee­ren Kühl­schrank hin. Zu­letzt auf­ge­füllt ha­be ich ihn ge­nau ei­ne Wo­che vor Ab­flug ...al­ler­dings mit ei­nem Ha­ken. Ich hat­te ei­nen un­glaub­lich gro­ßen Hun­ger als ich durch die Su­per­markt­re­ga­le streif­te und mal­te mir aus, was ich al­les es­sen könn­te. Ich kre­ierte wäh­rend mei­nes Ein­kaufs gar köst­li­che Spei­sen in mei­nem Kopf und füll­te mein Körb­chen im­mer wei­ter. Kurz hielt ich in­ne: Kann ich das wirk­lich al­les noch in den kom­men­den Ta­gen es­sen? Aber klar doch!

Al­so kauf­te ich al­les, was ich mir zu­vor aus­ge­sucht hat­te: Ei­nen Moz­za­rel­la, ein Stück Ched­dar, ein Stück Brie, zwei Stü­cke Hall­o­u­mi und ein Päck­chen Frisch­kä­se so­wie Scho­ko­la­de. Als ich mei­ne Beu­te in den Kühl­schrank leg­te, däm­mer­te es mir all­mäh­lich, dass ich viel­leicht et­was über­trie­ben ha­be. Ein klit­ze­klei­nes biss­chen.

Ich weiß nicht, was in mir vor­ge­gan­gen sein muss, als ich mich für fünf un­ter­schied­li­che Sor­ten Kä­se ent­schied. Je­den­falls es­se ich nun seit Ta­gen Kä­se (in un­ter­schied­li­chen Va­ria­tio­nen) und das fast aus­schließ­lich. Ich ha­be noch ei­nen Tag bis zum Ur­laub und ein Stück Kä­se. Ich wer­de durch­hal­ten!

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