Auf die Qua­li­tät schau­en

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - LESERBRIEFE -

Zum Leit­ar­ti­kel „ Kon­trol­le ist bes­ser“( 9.8.):

Dem Auf­schrei „Kon­trol­le ist bes­ser“möch­te ich wi­der­spre­chen. Es ist Irr­glau­be mit staat­li­chen Kon­trol­len Mas­sen­vor­gän­ge, wie et­wa die Eier­pro­duk­ti­on, in den Griff zu be­kom­men. Ein kla­rer ord­nungs­po­li­ti­scher Rah­men und ho­he Stra­fen schei­nen mir pro­ba­te­re Mit­tel zu sein. Zu­dem fa­vo­ri­sie­re ich „Vor­beu­gen in Ei­gen­ver­ant­wor­tung ist bes­ser“. Da­bei set­ze ich auf den mün­di­gen Bür­ger. Eier, ein eh schon sehr preis­wer­tes Nah­rungs­mit­tel, sol­len im­mer noch preis­wer­ter wer­den. Wer da nicht auf Qua­li­tät schaut, je­dem Son­der­an­ge­bot der Dis­coun­ter hin­ter­her­he­chelt und den Bauer des Ver­trau­ens au­ßen vor lässt, der zahlt ir­gend­wann die­sen Preis. Nicht nur der Preis, son­dern auch die Qua­li­tät, ist ein Merk­mal der Märk­te, auf die Ver­brau­cher als Markt­teil­neh­mer ei­gen­ver­ant­wort­lich ach­ten soll­ten/müs­sen.

Staat­li­che In­stan­zen jam­mern in sol­chen Fäl­len (Mi­nis­ter Hauk) dann so­fort über man­geln­de per­so­nel­le Aus­stat­tung, wenn mal wie­der ein „fau­les Ei“auf­taucht. Al­len Mi­nis­terIn­nen, die im­mer nur nach mehr (Kon­troll-) Per­so­nal ru­fen, sei der Hin­weis ge­ge­ben, dass struk­tu­rel­le Ve­rän­de­run­gen und Ver­schlan­kung von Pro­zes­sen in Ver­wal­tun­gen viel­leicht auch ein Mit­tel sind, um Res­sour­cen zu he­ben. Frei­lich braucht es da­zu Mut und Ge­hirn­schmalz. Ein­fa­cher ist na­tür­lich beim Steu­er­zah­ler die Hand auf­zu­hal­ten: für mehr Kon­trol­len und mehr Per­so­nal.

Eu­gen Schlach­ter,

FO­TO: DPA

Kim Jong-un

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