Fried­richs­ha­fe­ner ge­winnt die Sa­lem-Open

Ten­nis­tur­nier ver­zeich­net 41 An­mel­dun­gen – Da­men­kon­kur­renz star­tet er­folg­reich mit 14 Spie­le­rin­nen

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - SALEM/MEERSBURG/UHLDINGEN-MÜHLHOFEN - Von Clau­dia Paul

SA­LEM (clp) – Die sechs­ten Sa­le­mOpen des Ten­nis­clubs sind auch in die­sem Jahr sehr er­folg­reich ge­we­sen. „Zum ers­ten Mal ist ei­ne Da­men-Kon­kur­renz da­bei“, sag­te der Vor­sit­zen­de Lothar Brö­ski. Mit 14 An­mel­dun­gen sei das Ziel, Frau­en in das Tur­nier zu ho­len, er­freu­li­cher­wei­se ge­lun­gen.

Am Frei­tag sei­en zwei Spie­le im Frei­en ge­spielt wor­den, auf­grund des Re­gen­wet­ters ha­be man dann in die Sand­platz­hal­le wech­seln müs­sen. „Heu­te ist idea­les Tur­nier-Wetter“, sag­te Brö­ski am Sams­tag. Das Tur­nier wer­de im­mer be­lieb­ter, un­ter an­de­rem, da Punk­te für die deut­sche Rang­lis­te ge­sam­melt wer­den könn­ten. An­ge­neh­me Tem­pe­ra­tu­ren lock­ten dann auch vie­le Zu­schau­er auf die An­la­ge des Ten­nis­clubs. Auf den neun Plät­zen zeig­ten die Spie­ler in­des­sen ihr gan­zes Kön­nen. Pfeil­schnel­le, har­te Bäl­le peitsch­ten über die Sand­plät­ze, man­cher Spie­ler schimpf­te mit sich selbst, wenn der Ball nicht wie ge­wünscht sein Ziel er­reich­te. „Ich spie­le zum ers­ten Mal in Sa­lem“, sag­te der 14-jäh­ri­ge Ma­xi­mi­li­an Hom­berg aus Frei­sing. Ges­tern ha­be er schon ein Spiel ab­sol­viert, doch lei­der ver­lo­ren. „Es war nicht leicht“, sag­te Ma­xi­mi­li­an, der deutsch­land­weit auf dem drit­ten Platz der U14-Spie­ler steht, eu­ro­pa­weit so­gar auf Platz 34. „Max trai­niert fünf Mal pro Wo­che“, sag­te Mut­ter Ul­ri­ke.

Auch an in­ter­na­tio­na­len Tur­nie­ren neh­me ihr Sohn teil, so ha­be er bei­spiels­wei­se schon bei der „Ju­ni­or Oran­ge Bowl“in Flo­ri­da ge­spielt, ei­nes der wich­tigs­ten und pres­ti­ge­träch­tigs­ten Ju­ni­or-Ten­nis­tur­nie­re welt­weit. „Sa­lem hat ei­ne wun­der­schö­ne An­la­ge“, sag­te Ul­ri­ke Hom­berg lo­bend. Ma­xi­mi­li­an kämpf­te in­des­sen auf dem Platz ei­nen schwe­ren Kampf ge­gen ei­nen er­wach­se­nen Ten­nis­spie­ler. Schluss­end­lich muss­te sich der baye­ri­sche Nach­wuchs­spie­ler ge­schla­gen ge­ben, was die Freu­de aber nicht trüb­te. „Das nächste Mal ge­win­ne ich wie­der“, so Ma­xi­mi­li­an zu­ver­sicht­lich, be­vor er sich auf den Heim­weg nach Frei­sing mach­te.

Ein kri­ti­sches Au­ge auf die Spie­le hat­te Ober­schieds­rich­ter Lu­kas Del Gi­u­di­ce. „Bei deut­schen Rang­lis­tenTur­nie­ren muss ein ge­prüf­ter Ober­schieds­rich­ter da­bei sein“, sag­te Del Gi­u­di­ce. Der vom Deut­schen Ten­nisBund ge­prüf­te Un­par­tei­ische sei für die Aus­lo­sung und den Zeit­plan zu­stän­dig, aber auch, wenn es zu Un­stim­mig­kei­ten zwi­schen den Spie­lern kom­me. „Das kommt aber sehr sel­ten vor“, sag­te der Po­li­tik­wis­sen­schafts­Stu­dent. Die Spie­ler sei­en un­ter­ein­an­der sehr fair und kor­rekt. Er schät­ze an sei­ner Funk­ti­on, dass er Teil des Tur­niers sei und in Kon­takt mit den Spie­lern tre­ten kön­ne. „Or­ga­ni­sa­to­risch läuft al­les wie am Schnür­chen“, sag­te Ma­nu­el Knäp­le, der mit Simon Lem­ke als Haupt­or­ga­ni­sa­tor im Ein­satz ist. In ih­ren Hän­den lie­ge die Vor­be­rei­tung und die Ab­wick­lung des Tur­niers, so wür­den die Plät­ze zu­ge­teilt und Bäl­le an die Spie­ler ver­teilt. „Der Auf­wand ist trotz mehr An­mel­dun­gen ver­gleich­bar zu dem des Vor­jah­res“, so Knäp­le wei­ter.

Die Zu­schau­er ge­nos­sen in­des­sen ein paar span­nen­de Spie­le auf den Plät­zen und fach­sim­pel­ten über die Zwei­kämp­fe. „Es sind schö­ne Spie­le“, sag­te Uwe Min­ne aus Ha­gnau, selbst ein pas­sio­nier­ter Ten­nis­spie­ler. „Es wird schwe­rer als im letz­ten Jahr“, stell­te Vor­jah­res­sie­ger Noah Rockstroh fest. Be­dingt durch das 64-erFeld und deut­lich mehr Spie­len wer­de es schwe­rer. Wäh­rend auf der Ter­ras­se am Sonn­tag­mor­gen das Spon­so­ren­früh­stück statt­fand, star­te­ten auf den Plät­zen be­reits die Halb­fi­nal­spie­le, be­vor am Mit­tag das Fi­na­le an­stand.

FOTO: PR

Chris­ti­an Haupt vom TC Fried­richs­ha­fen setzt sich ge­gen Vor­jah­res­sie­ger Noah Rockstroh in zwei Sät­zen mit 6:4 und 6:4 durch.

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