Man schaut nur auf die Kos­ten

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - MEINUNG & DIALOG - Ih­re Re­dak­ti­on

Zum Ar­ti­kel „ Frag­wür­di­ge Ener­gie­aus­wei­se für Häu­ser“( 24.9.):

Es ist voll­kom­men rich­tig, dass vie­le Ener­gie­aus­wei­se mit fast 50 Pro­zent da­ne­ben lie­gen. Dies ist aber we­ni­ger den aus­stel­len­den Ener­gie­be­ra­tern ge­schul­det als viel­mehr dem „Geiz ist geil“Prin­zip.

Der er­wähn­te, an­schei­nend so prä­zi­se Ver­brauchs­aus­weis mag für Mehr­par­tei­en­häu­ser ab vier Wohn­ein­hei­ten ja an­nä­hernd stim­men. Je­doch wird die­ser auf­grund der An­ga­ben des Ei­gen­tü­mers er­stellt und nicht ge­prüft. Und kos­tet auch nur ei­nen Bruch­teil ei­nes Be­darfs­aus­wei­ses. Ein Schelm, wer jetzt Bö­ses denkt!

Für Häu­ser, die vor dem 1.11.1977 (Da­tum des Bau­ge­suchs) ge­baut und we­ni­ger als vier Wohn­ein­hei­ten ha­ben, ist die­ser Ver­brauchs­aus­weis nicht zu­läs­sig, au­ßer es wur­den be­stimm­te Maß­nah­men ge­trof­fen. Wel­che na­tür­lich wie­der der Ei­gen­tü­mer an­gibt. Wir brau­chen uns nicht zu wun­dern, wenn je­der ver­sucht sein Haus so gut als mög­lich dar­zu­stel­len und da­bei noch ei­ne löch­ri­ge Ver­ord­nung hilft.

Des­glei­chen gilt für die Ener­gie­be­ra­ter. Sie ver­su­chen schon lan­ge, die­sen Be­griff zu schüt­zen, doch lei­der hat die Re­gie­rung dar­an an­schei­nend kein In­ter­es­se. Es bleibt je­dem of­fen, den Ener­gie­be­ra­ter auf Qua­li­fi­ka­ti­on zu prü­fen, doch lei­der wird nur auf die Kos­ten ge­schaut. Jo­chen Mil­ler, Er­len­moos Lie­be Le­se­rin­nen, lie­be Le­ser, wir freu­en uns über Ih­re Brie­fe. Bit­te ha­ben Sie aber Ver­ständ­nis da­für, dass wir für die Ver­öf­fent­li­chung ei­ne Aus­wahl tref­fen und uns auch Kür­zun­gen vor­be­hal­ten müs­sen. Le­ser­zu­schrif­ten stel­len kei­ne re­dak­tio­nel­len Bei­trä­ge dar. An­ony­me Zu­schrif­ten kön­nen wir nicht ver­öf­fent­li­chen.

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