Be­reit für den Rhyth­mus, aber aus dem Tritt

Der mie­se Start und Glad­bachs Wer­ben um Wein­zierl über­schat­ten Augs­burgs Eu­ro­pa­cup-Heim­de­büt ge­gen Bel­grad

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - SPORT -

BURG (dpa/SID/sz) - Der er­nüch­tern­de Bun­des­li­ga-All­tag drückt beim FC Augs­burg vor der Eu­ro­paLe­ague-He­im­pre­mie­re mäch­tig auf die Stim­mung: Platz 16, nur ein Sieg – ih­ren schwa­chen Sai­son­start kön­nen die baye­ri­schen Schwa­ben auch vor dem Eu­ro­pa­po­kal-Auf­tritt ge­gen den ser­bi­schen Meis­ter Par­tiz­an Bel­grad am Don­ners­tag (19 Uhr/Sky) nicht aus­blen­den. „Wir sind nicht kom­plett auf dem fal­schen Weg. Wir müs­sen nur Klei­nig­kei­ten bes­ser ma­chen“, sag­te Trai­ner Mar­kus Wein­zierl in der Hoff­nung, auf in­ter­na­tio­na­ler Ebe­ne neu­es Selbst­ver­trau­en für die Li­ga zu ho­len. Auch Ma­na­ger Ste­fan Reu­ter stell­te al­len Ent­täu­schun­gen zum Trotz fest: „Die Mann­schaft hat ge­zeigt, dass sie in ei­ner gu­ten Ver­fas­sung ist und den Rhyth­mus durch­aus ge­hen kann.“

Und den­noch hat der FCA die Lo­cker­heit der Vor­sai­son ver­lo­ren. Die Som­mer­trans­fers er­wie­sen sich bis­her nicht als die er­hoff­ten Ver­stär­kun­gen, die an­hal­ten­den Spe­ku­la­tio­nen um ei­nen Wech­sel Wein­zierls zu Bo­rus­sia Mön­chen­glad­bach sor­gen zu­sätz­lich für Un­ru­he. Da half es we­nig, dass der Trai­ner ges­tern er­klär­te: „Ich ha­be mich mit kei­nem Ge­dan­ken Bo­rus­sia Mön­chen­glad­bach ge­wid­met.“Son­dern viel­leicht sport­li­chen Pro­ble­men? Der schlech­ten Chan­cen­ver­wer­tung et­wa? „Wir ma­chen die To­re nicht, und dann wird es schwie­rig, wenn du im­mer ei­nem Rück­stand hin­ter­her­lau­fen musst“, mein­te Rück­keh­rer Piotr Tro­chow­ski und warn­te: „Wir dür­fen uns nicht in ei­nen Ne­ga­tiv­sog rein­zie­hen las­sen!“Der lan­ge ver­letz­te Ex-Na­tio­nal­spie­ler kam am Wo­che­n­en­de beim 1:3 ge­gen Hof­fen­heim zu sei­nem ers­ten Kurz­ein­satz. Nun ist der 31-Jäh­ri­ge für das Bel­grad-Spiel ei­ne Al­ter­na­ti­ve – nicht zu­letzt, um sich für die Li­ga in Form zu brin­gen. Dass sie die Eu­ro­pa Le­ague in ers­ter Li­nie als Büh­ne zum Aus­to­ben se- hen, lie­ßen die Augs­bur­ger im­mer wie­der er­ken­nen. „Wir wis­sen, dass die Ba­sis die Bun­des­li­ga ist. Das haut ihr uns um die Oh­ren, wenn wir in­ter­na­tio­nal viel­leicht gut und na­tio­nal schlecht spie­len“, hat­te Wein­zierl schon vor Sai­son­start ge­sagt.

Die an­ge­spann­te La­ge lässt die Ge­schichts­träch­tig­keit des ers­ten in­ter­na­tio­na­len Heim­spiels in­des in den Hin­ter­grund rü­cken. Na­tür­lich freue er sich auf die Par­tie, sag­te der Trai­ner nach dem Hof­fen­heim-Spiel – mit ge­quäl­tem Lä­cheln. Da­bei hat­te sich sein FCA im ers­ten Eu­ro­pa-Le­ague-Spiel in Bil­bao (1:3) über­aus an­stän­dig ver­kauft. Au­ßer­dem ste­hen die Chan­cen auf ei­nen Sieg ge­gen Par­tiz­an Bel­grad nicht schlecht – zu­min­dest sta­tis­tisch ge­se­hen. In sei­nen Aus­wärts­spie­len auf deut­schem Bo­den punk­te­te der ser­bi­sche Meis­ter in den eu­ro­päi­schen Cup-Wett­be­wer­ben noch nie: sie­ben Spie­le, sie­ben Nie­der­la­gen, 2:16 To­re. Vor­aus­sicht­li­che Auf­stel­lung: Hitz – Ver­ha­egh, Callsen- Bra­cker, Kla­van, Feul­ner – Bai­er, Kohr – Koo, Tro­chow­ski, Ess­wein – Bo­ba­dil­la

Zu­min­dest beim Ab­schluss­trai­ning ent­spannt: Augs­burgs um­wor­be­ner Trai­ner Mar­kus Wein­zierl am Mitt­woch.

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