Leu­te

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - SPORT -

Al­fons Hör­mann (Fo­to: dpa), der Prä­si­dent des Deut­schen Olym­pi­schen Sport­bun­des, rech­net bei der Auf­klä­rung des Fi­faSkan­dals mit ei­nem star­ken Deut­schen Fuß­ball­Bund. „Der DFB ist der welt­größ­te und zu­gleich ein sehr leis­tungs­star­ker Ver­band“, so der 55-Jäh­ri­ge. „Da ist es lo­gisch, dass er in die­ser Kri­sen­si­tua­ti­on ei­ne star­ke und füh­ren­de Rol­le über­neh­men wird.“Glas­klar Po­si­ti­on be­zieht Hör­mann in Sa­chen Sepp Blat­ter: „Ich bin der Mei­nung, dass nun schnell ge­han­delt wer­den muss und ei­ne Än­de­rung an der Spit­ze der Fi­fa so­fort not­wen­dig ist.“Da­bei rei­che es „nicht mehr, dass Prä­si­dent Blat­ter sei­nen be­reits an­ge­kün­dig­ten Rück­tritt im Fe­bru­ar 2016 voll­endet“. (SID/dpa) Der frü­he­re ReckWelt­meis­ter Fa­bi­an Ham­bü­chen (Fo­to: dpa) hat den Deut­schen Tur­ner­Bund scharf kri­ti­siert und dar­über hin­aus dem ge­sam­ten deut­schen Sport kein gu­tes Zeug­nis aus­ge­stellt. „Es sind ge­ne­rell die al­ten ver­krus­te­ten Struk­tu­ren und Denk­mus­ter, die drin­gend weg müs­sen – und das be­trifft oft nicht nur den DTB, son­dern das deut­sche Sport­sys­tem all­ge­mein“, sag­te Ham­bü­chen den „Stutt­gar­ter Nach­rich­ten“. Die Pro­ble­ma­tik be­gin­ne be­reits bei den Trai­ner­jobs. „Die sind oft so mi­se­ra­bel be­zahlt, dass sich kaum mehr ge­eig­ne­te Übungs­lei­ter fin­den, vor al­lem in den klei­ne­ren Zen­tren“, sag­te Ham­bü­chen. Da müs­se man sich dann „im Zwei­fel nicht wun­dern, wenn, wie bei uns zur­zeit im Tur­nen, seit Jah­ren kaum noch hoff­nungs­vol­le Ta­len­te nach­kom­men und wir Al­ten im­mer die Koh­len aus dem Feu­er ho­len müs­sen“. Ge­ne­rell brau­che der Sport „fle­xi­ble­re Lö­sun­gen in der Ta­lent­för­de­rung“. Aber da­zu müs­se man ge­ziel­ter „Ta­len­te sich­ten und dann kon­kret auf sie ein­ge­hen“. (dpa/SID)

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