Al­ter­na­ti­ver No­bel­preis für die Mar­shal­l­in­seln

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

STOCK­HOLM/OSLO (epd/dpa) - Die Al­ter­na­ti­ven No­bel­prei­se ge­hen in die­sem Jahr nach Ugan­da, Ka­na­da, Ita­li­en und an die Mar­shal­l­in­seln. Die Stif­tung Right Li­ve­lihood ver­gibt ei­nen Eh­ren­preis an das Volk der Mar­shal­l­in­seln und sei­nen Au­ßen­mi­nis­ter To­ny de Brum für ihr Ein­tre­ten ge­gen Atom­waf­fen und Kli­ma­wan­del, wie die Stif­tung am Don­ners­tag in Stock­holm mit­teil­te. Drei Preis­trä­ger tei­len sich das Preis­geld in Hö­he von 320 000 Eu­ro: Die ugan­di­sche Men­schen­recht­le­rin Ka­sha Jac­que­line Na­ba­ge­s­e­ra wird für ih­ren Ein­satz für die Rech­te von Ho­mo­se­xu­el­len aus­ge­zeich­net. Der Preis geht auch an die ka­na­di­sche InuitAk­ti­vis­tin Shei­la Watt-Clou­tier und den ita­lie­ni­schen Chir­ur­gen Gi­no Stra­da, der sich für Kriegs­op­fer en­ga­giert. Die Prei­se wer­den am 30. No­vem­ber in Stock­holm ver­lie­hen.

Auf den dies­jäh­ri­gen Frie­dens­no­bel­preis hat Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU) gu­te Chan­cen. „Sie hat in ei­ner kri­ti­schen Zeit mo­ra­li­sche Füh­rungs­qua­li­tä­ten ge­zeigt“, sag­te der Di­rek­tor des Os­lo­er Frie­dens­for­schungs­in­sti­tuts Prio, Kris­ti­an Berg Harpvi­ken. „Sie duckt sich vor kon­kre­ten und schwie­ri­gen Dis­kus­sio­nen nicht weg. Und wir wis­sen, dass sie no­mi­niert ist.“

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