Für al­le Fäl­le

Was Aus­zu­bil­den­de über Kran­ken- und Un­fall­ver­si­che­rung wis­sen müs­sen

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - AUTO & VERKEHR -

it dem Be­ginn der Aus­bil­dung wird es wich­tig, selbst für Krank­heit oder Un­fall vor­zu­sor­gen und sich ent­spre­chend zu ver­si­chern. So ist man vor Ver­dienst­aus­fäl­len ge­feit und sorgt für die Zu­kunft vor.

Lie­fen die Ver­si­che­run­gen bis­lang über die El­tern, ist mit dem Ein­stieg ins Be­rufs­le­ben da­mit bei vie­len Ver­trä­gen Schluss. Aus­zu­bil­den­de müs­sen sich dann selbst Ge­dan­ken um ih­re Ab­si­che­rung ma­chen. Bei­trags­satz ge­setz­lich fest­ge­schrie­ben Die wich­tigs­te Ver­si­che­rung ist gleich ei­ne Pflicht­ver­si­che­rung: die Kran­ken­ver­si­che­rung. Mit der Aus­bil­dungs­ver­gü­tung steht nur die ge­setz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung zur Wahl, doch kön­nen Azu­bis im­mer­hin ih­re Kran­ken­kas­se selbst wäh­len. Der Bei­trags­satz ist hier ge­setz­lich fest­ge­schrie­ben und be­trägt der­zeit 14,6 Pro­zent des Mo­nats­ver­diens­tes, wo­bei aber der Ar­beit­ge­ber die Hälf­te der Kos­ten über­nimmt. Vie­le Kran­ken­kas­sen er­he­ben je­doch Zu­satz­bei­trä­ge, die Ar­beit­neh­mer al­lein tra­gen müs­sen. Da­her lohnt sich ein Ge­spräch mit ei­nem Fi­nanz­ex­per­ten, der hilft, die rich­ti­ge Ver­si­che­rung zu fin­den.

Zu be­rück­sich­ti­gen ist da­bei auch der Leis­tungs­ka­ta­log. „95 Pro­zent der Leis­tun­gen der ge­setz­li­chen Kas- sen sind gleich. Zu den we­ni­gen Un­ter­schie­den zählt, dass die ei­ne oder an­de­re Kas­se et­wa die Kos­ten für die Zahn­rei­ni­gung über­nimmt“, er­klärt Ar­min Hei­den­reich, Ver­mö­gens­be­ra­ter bei der Deut­schen Ver­mö­gens­be­ra­tung (DVAG) aus Sa­lem. Un­ter­schie­de gibt es da­zu bei ho­möo­pa­thi­schen Be­hand­lun­gen und den Leis­tun­gen für Schwan­ge­re und Müt­ter.

Hei­den­reich emp­fiehlt zu­dem ei­ne pri­va­te Zu­satz­ver­si­che­rung. Bei die­ser sei es wich­tig, den Zahn­er­satz hoch ab­zu­si­chern und dar­auf zu ach­ten, dass die Ver­si­che­rung mög­lichst viel von den Ge­samt­kos­ten über­nimmt. Wei­te­re Leis­tun­gen sind Chef­arzt­be­hand­lung und der An­spruch auf ein Ein- oder Zwei­bett­zim­mer im Kran­ken­haus. „Man­che Kas­sen ar­bei­ten mit pri­va­ten Zu­satz- ver­si­che­run­gen zu­sam­men“, so der Ver­mö­gens­be­ra­ter. Das ha­be bei­spiels­wei­se den Vor­teil, dass oh­ne lan­ge Be­ar­bei­tungs­zeit au­to­ma­tisch das Kran­ken­ta­ge­geld aus­ge­zahlt wird. Für Be­rufs­un­fä­hig­keit Vor­sor­ge tref­fen Der Ex­per­te rät au­ßer­dem da­zu, ei­ne Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung ab­zu­schlie­ßen. Sie zahlt ei­ne Ren­te, wenn man in­fol­ge ei­nes Un­falls oder ei­ner Krank­heit sei­nen Be­ruf nicht mehr aus­üben kann. Da die Ver­si­che­rung bei ei­ner be­kann­ten Vo­r­er­kran­kung je­doch nicht zahlt und da­für ei­ne Ge­sund­heits­prü­fung ver­langt, lohnt es sich, be­reits in jun­gen Jah­ren die Ver­si­che­rung ab­zu­schlie­ßen. „Sie be­glei­tet ei­nen wäh­rend des Be­rufs­le­bens, ist bei ei­nem frü­hen Ein­stieg je­doch güns­tig“, sagt Hei­den­reich. Ne­ben ei­nem gu­ten Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis sei es wich­tig, auf ei­ne Nach­ver­si­che­rungs­ga­ran­tie zu ach­ten. Sie er­laubt es, die Scha­dens­sum­me in spä­te­ren Jah­ren, wenn man in der Re­gel mehr ver­dient, an­zu­he­ben – und dies oh­ne er­neu­te Ge­sund­heits­prü­fung. Ver­mö­gens­be­ra­ter Hei­den­reich rät da­zu, die Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung mit ei­ner Ren­ten- oder Le­bens­ver­si­che­rung zu kom­bi­nie­ren. So sor­ge man zu­gleich auch für das Al­ter vor. Wich­tig sei

FO­TO: FO­TO­LIA/ GI­NA SAN­DERS

Ein Bein­bruch kann im­mer pas­sie­ren. Wich­tig ist dann, ver­si­chert zu sein.

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