Po­li­zei braucht Ver­stär­kung

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND - Von Klaus Nach­baur k. nach­baur@ schwa­ebi­sche. de

Mal sinkt die Zahl der Straf­ver­fah­ren ein we­nig, mal steigt sie an. Mal hat die­ser De­liktsbe­reich Kon­junk­tur, mal je­ner. Der jähr­li­che La­ge­be­richt zur Or­ga­ni­sier­ten Kri­mi­na­li­tät ist ein Ri­tu­al, ähn­lich der Prä­sen­ta­ti­on der Kri­mi­nal­sta­tis­tik oder des Dro­gen­be­richts. Den­noch darf man die jetzt ver­laut­bar­ten Zah­len und Ten­den­zen nicht ach­sel­zu­ckend zur Kennt­nis neh­men.

Wenn näm­lich die ban­den­mä­ßig be­gan­ge­nen Ei­gen­tums­de­lik­te – das sind über­wie­gend Woh­nungs­ein­brü­che – aus dem Ru­der lau­fen, dann trifft das sehr vie­le Men­schen. Was heißt das? Ganz ein­fach: Die Po­li­zei braucht Ver­stär­kung. Ih­re In­ter­es­sen­ver­tre­ter las­sen seit Jah­ren kei­ne Ge­le­gen­heit aus, Über­be­las­tung und Per­so­nal­man­gel zu be­jam­mern. Weil sie die­sem Ri­tu­al an­hän­gen, wer­den sie kaum mehr ge­hört. Jetzt aber deu­tet al­les dar­auf hin, dass die Kla­gen be­rech­tigt sind. Was da ab­seh­bar auf die Po­li­zei zu­kom­men wird, lässt sich oh­ne mehr Be­am­te nicht be­wäl­ti­gen.

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