Neue Ord­nun­gen schaf­fen

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - MEINUNG & DIALOG - Wir freu­en uns über Ih­re Brie­fe. Bit­te ha­ben Sie aber Ver­ständ­nis da­für, dass wir für die Ver­öf­fent­li­chung ei­ne Aus­wahl tref­fen und uns auch Kür­zun­gen vor­be­hal­ten müs­sen. Le­ser­zu­schrif­ten stel­len kei­ne re­dak­tio­nel­len Bei­trä­ge dar. An­ony­me Zu­schrif­ten könn

Nach den schmerz­li­chen Er­fah­run­gen aus und nach dem Zwei­ten Welt­krieg hat­te man sich ge­schwo­ren: nie wie­der Krieg. Seit vie­len Jah­ren ist die Bun­des­wehr nicht mehr nur in der Lan­des­ver­tei­di­gung, son­dern auch bei Au­ßen­ein­sät­zen tä­tig. An­de­re Na­tio­nen zet­teln Krie­ge an, ver­tre­ten da­bei ei­ge­ne In­ter­es­sen und zie­hen da­durch auch Na­to-Mit­glie­der – oh­ne Ab­spra­che – mit in das Di­lem­ma. Auch Deutsch­land ist da kräf­tig be­tei­ligt, ist an vie­len Fron­ten tä­tig und lie­fert nach wie vor Waf­fen in al­ler Her­ren Län­der. Be­trach­tet man die Welt und die zahl­rei­chen Krie­ge auf al­len Kon­ti­nen­ten, dann ist mit nor­ma­lem Men­schen­ver­stand nur ei­ne weit­rei­chen­de Ent­schei­dung zu tref­fen, will man der Mensch­heit wie­der ei­nen fes­ten und glaub­wür­di­gen Halt ge­ben. Die Ent­schei­dung der Bun­des­re­gie­rung kann nur hei­ßen, dass welt­weit über die Ver­tei­lung von Waf­fen ernst­haft nach­ge­dacht wird. Wer Afri­ka zer­bombt, darf sich nicht wun­dern, dass die Men­schen Si­cher­heit su­chen und nach Eu­ro­pa kom­men. Da­her muss die Bun­des­re­gie­rung oh­ne Scheu ih­re ver­gan­ge­nen Feh­ler ein­ge­ste­hen und den Bür­gern klar­ma­chen, dass wir jetzt auch in der Pflicht sind, flüch­ten­de Men­schen auf­zu­neh­men. Dies geht über die Will­kom­mens­kul­tur hin­aus. Die Po­li­tik muss grund­le­gend neue Ord­nun­gen in Eu­ro­pa und der Welt schaf­fen. Hel­ge Kör­ber, Fried­richs­ha­fen

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