Neu­bau­ge­biet ent­steht bei Sport­plät­zen

Bin­gen will im Jahr 2017 et­wa 15 bis 20 Bau­grund­stü­cke er­schlie­ßen

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - ALB / LAUCHERT - Von Sa­bi­ne Rösch

BIN­GEN - Das Ge­heim­nis, wo Bin­gen ein neu­es Bau­ge­biet er­schlie­ßen will, ist ge­lüf­tet. Bür­ger­meis­ter Jo­chen Fet­zer prä­sen­tier­te in der Sit­zung des Ge­mein­de­ra­tes am Mon­tag­abend ei­ne Flä­che von 1,4 Hekt­ar im Ge­biet hin­ter den Sport­plät­zen im Nord­os­ten von Bin­gen, und zwar am En­de der Stra­ßen Rain und Sand­bühl.

Die Ge­mein­de hat kei­ne Woh­nungs­bau­plät­ze mehr im An­ge­bot und leg­te in den ver­gan­ge­nen Jah­ren das Au­gen­merk auf die In­nen­ent­wick­lung, pri­va­te Be­sit­zer wur­den zum Ver­kauf ih­rer Flä­chen ani­miert. Da die­se Ka­pa­zi­tät nun auch zu ver­sie­gen scheint, son­dier­te die Ver­wal­tung seit Mo­na­ten Flä­chen, die po­ten­ti­el­les Neu­bau­ge­biet wer­den könn­ten. Im Ver­lauf des Pro­zes­ses sei­en von den fünf Ge­bie­ten, die der Flä­chen­nut­zungs­plan aus­wei­se, zwei Ge­bie­te fa­vo­ri­siert wor­den, er­läu­ter­te der Bür­ger­meis­ter Fet­zer. „Wich­tig da­bei war, dass wir al­le Flä­chen kau­fen kön­nen“, sag­te Fet­zer. Im Elo­gius-Neu­bau­ge­biet wur­den sei­ner­zeit auch Flä­chen in Pri­vat­be­sitz be­las­sen, und die sind teil­wei­se noch im­mer nicht be­baut. Kau­fen und tau­schen Bei der at­trak­ti­ven Bau­er­war­tungs­flä­che hin­ter den Sport­plät­zen konn­te sich die Ge­mein­de mit den Ei­gen­tü­mern ei­ni­gen. Teil­wei­se sol­len Flä­chen ge­kauft wer­den, teil­wei­se wird land­wirt­schaft­li­che Flä­che im Ge­gen­zug ge­tauscht. „Es fehlt jetzt nur noch der Weg zum No­tar“, so Fet­zer. Da der Groß­teil an­ge­kauft wird, hat­te der Ge­mein­de­rat über die au­ßer­plan­mä­ßi­ge Aus­ga­be zu be­ra­ten. Die­se be­läuft sich auf 270 000 Eu­ro und muss noch im lau­fen­den Jahr fi­nan­ziert wer­den.

Jo­chen Fet­zer rech­ne­te vor, dass die kom­plet­te Ab­wick­lung des Ver­fah­rens, bis er­schlos­se­ne Bau­plät­ze zum Ver­kauf an­ge­bo­ten wer­den kön­nen, im Früh­jahr 2017 rea­lis­tisch sei. Er stellt sich vor, dass 15 bis 20 Bau­plät­ze ent­ste­hen könn­ten. Al­les an­de­re ist noch of­fen, so auch bei­spiels- wei­se die Grund­stücks­prei­se. „Erst brau­chen wir ei­nen Be­bau­ungs­plan, dann die Er­schlie­ßung, dann kön­nen wir Ge­naue­res sa­gen“, so Fet­zer.

Das Neu­bau­ge­biet wird re­la­tiv weit weg von den bei­den po­ten­zi­el­len Wind­park­stand­or­ten ent­fernt sein, wo­bei die Ent­fer­nung zum Stand­ort in Rich­tung Wilf­lin­gen et­was grö­ßer sein dürf­te als je­ne zum Stand­ort bei der Ka­ser­ne. Fet­zer schätzt auf An­fra­ge der SZ, dass die Rä­der al­ler­dings zu se­hen sein wer- den, egal auf wel­chem Stand­ort sie letz­ten En­des ge­baut wer­den.

„Sie mö­gen Über­ra­schun­gen?“, frag­te Fet­zer dann und blick­te in er­staun­te Ge­sich­ter, als er ver­kün­de­te, dass kurz­fris­tig am En­de des Hitz­ko­fer Ei­chen­bergs auf­grund er­folg­rei­cher Grund­stücks­ver­hand­lun­gen mit drei Par­zel­len­be­sit­zern Grund­er­werb ge­tä­tigt wer­den konn­te. So kön­nen auch in Hitz­kofen zwei groß­zü­gi­ge Bau­plät­ze mit 800 be­zie­hungs­wei­se 900 Qua­drat­me­tern ent- ste­hen, er­läu­ter­te der Bür­ger­meis­ter. Auch hier­über herrsch­te Ei­nig­keit, die­se Chan­ce zu nut­zen und wei­te­re 90 000 Eu­ro au­ßer­plan­mä­ßig für Grund­er­werb, Steu­ern, Ver­mes­sung und Neu­ord­nung zu in­ves­tie­ren. Jo­chen Fet­zer zeig­te sich zu­ver­sicht­lich, dass die­se In­ves­ti­ti­on von so­fort ver­markt­ba­rem Bau­land mit­tel­fris­tig schon bald durch den kos­ten­de­cken­den Ver­kauf der Bau­plät­ze amor­ti­siert wer­de, so­dass kein fi­nan­zi­el­ler Ab­man­gel ent­ste­he.

FO­TO: GE­MEIN­DE BIN­GEN

Das Neu­bau­ge­biet soll am nord­öst­li­chen Rand von Bin­gen ent­ste­hen. Er­rei­chen kann man es über die Stra­ßen Sand­bühl und Rain.

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