Die Po­li­tik lässt ihn nicht los

Der kri­ti­sche Jour­na­list und Ma­fia-Ex­per­te Dagobert Lind­lau wird 85

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - MEDIEN - Von Ute Wes­sels

MÜNCHEN( dpa) - Mit kri­ti­schen Re­por­ta­gen und als Mo­de­ra­tor po­li­ti­scher Sen­dun­gen hat sich Dagobert Lind­lau ei­nen Na­men ge­macht. am 11. Ok­to­ber wird der kri­tisch-en­ga­gier­te Jour­na­list 85 Jah­re alt.

Lind­lau fin­det auch kurz vor sei­nem Ge­burts­tag deut­li­che Wor­te zu bri­san­ten The­men. So kri­ti­siert er in der Flücht­lings­kri­se das spä­te Han­deln von Po­li­ti­kern an­ge­sichts ei­ner sich seit Jahr­zehn­ten an­kün­di­gen­den Her­aus­for­de­rung.

Kar­rie­re hat Dagobert Lind­lau vor al­lem mit sei­nen kri­ti­schen Re­por­ta­gen ge­macht, et­wa über Me­tho­den der Schutz­geld­er­pres­sung und des Rausch­gift­han­dels in sei­nem Buch „Der Mob – Re­cher­chen zum Or­ga­ni­sier­ten Ver­bre­chen“(1987). Lind­lau avan­cier­te zum „Ma­fia-Ex­per­ten“. Auch in sei­nem Buch „Der Lohn­kil­ler“(1992) um den Fall des be­zahl­ten Ham­bur­ger Kil­lers Wer­ner Pinz­ner und dem Ro­man „Strang­lers Wo­che“(1997) be­dien­te er sich rea­ler Struk­tu­ren aus dem Mi­lieu.

Sei­ne Jour­na­lis­ten-Kar­rie­re be­gann Lind­lau 1954 beim Baye­ri­schen Rund­funk und wur­de dort nach elf Jah­ren Chef­re­por­ter. Bis in die 1980er-Jah­re war er als Mo­de­ra­tor und Lei­ter ver­schie­de­ner Ma­ga­zin­sen­dun­gen wie „Re­port“, „Kom­pass“, „Welt­spie­gel“oder der Talk­show „3nach9“tä­tig. Drei Mal wur­de er für sei­ne Bei­trä­ge mit dem Adol­fG­rim­me-Preis aus­ge­zeich­net.

Lind­lau lebt mit sei­ner Frau Ur­su­la Schmidt-Tin­te­mann, ei­ner Pio­nie­rin der plas­ti­schen Chir­ur­gie, bei München.

FO­TO: DPA

Dagobert Lind­lau

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