Flücht­lin­ge grö­len be­trun­ken und rau­ben den Schlaf

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - SIGMARINGEN - Zur Flücht­lings­pro­ble­ma­tik er­reicht die SZ fol­gen­der Le­ser­brief:

Aus ak­tu­el­lem An­lass ist es mir wich­tig, als Bür­ge­rin von Sig­ma­rin­gen, mei­ne Mei­nung zum The­ma Flücht­lin­ge kund­zu­tun, und zwar als di­rekt be­trof­fe­ne An­woh­ne­rin von Bin­ger­stra­ße – Ried­baum.

Seit Wo­chen er­le­ben mein Mann und ich Nacht für Nacht be­trun­ke­ne, grö­len­de Flücht­lin­ge auf dem Weg zur Ka­ser­ne.

Auch, wenn sie nüch­tern sind und in der Grup­pe lau­fen, kön­nen sie sich nicht in ei­ner nor­ma­len Ton­la­ge un­ter­hal­ten. Es muss ge­brüllt wer­den.

Wenn wir nachts um 1 Uhr noch wach mit ei­nem di­cken Hals schlaf­los im Bett lie­gen, fra­gen wir uns: Be­nimmt man sich so rück­sichts­los in ei­nem Land, das ei­nem Schutz und Si­cher­heit bie­tet? Schla­fen bei ge­öff­ne­tem Fens­ter ist bei uns nicht mehr mög­lich. Bis vor ein paar Wo­chen bin ich gern im Wald ge­walkt. Das traue ich mich aber al­lei­ne nicht mehr. Es be­schleicht mich als Frau ein mul­mi­ges Ge­fühl, wenn mir Hor­den von Män­nern ent­ge­gen­kom­men, und manch­mal auch kein Vor­bei­kom­men ist. Mei­ne per­sön­li­che Frei­heit ist zu­neh­mend ein­ge­schränkt.

Am An­fang war ich vol­ler Mit­ge­fühl und dach­te, wir müs­sen hel­fen. Auch eh­ren­amt­lich woll­te ich mich be­tä­ti­gen. Da­von bin ich aber mitt­ler­wei­le sehr weit ent­fernt. Wann wol­len un­se­re Po­li­ti­ker end­lich wahr­ha­ben, dass der so­zia­le Frie­den kippt? Und was dann? Wird es schön ge­re­det?

Exis­tiert ein Plan B? Mir macht die wei­te­re Zu­kunft sehr gro­ße Sor­gen. Sil­via und Die­ter Neusch, Sig­ma­rin­gen

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