US-Blo­cka­de ge­gen mehr Ein­fluss für Chi­na spal­tet IWF

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIRTSCHAFT -

LI­MA (dpa) - Die Mit­glied­staa­ten des In­ter­na­tio­na­len Wäh­rungs­fonds (IWF) ha­ben die US-Blo­cka­de ge­gen mehr Ein­fluss für Wirt­schafts­mäch­te wie Chi­na scharf kri­ti­siert. „Wir sind wei­ter zu­tiefst ent­täuscht über die an­hal­ten­den Ver­zö­ge­run­gen bei der Um­set­zung der IWF-Quo­ten­re­form“, er­klär­te der Len­kungs­aus­schuss (IMFC) zum Ab­schluss der Jah­res­ta­gung von IWF und Welt­bank in der pe­rua­ni­schen Haupt­stadt Li­ma. Ei­gent­lich ist die Stimm­rechts­re­form we­gen der ge­stie­ge­nen Wirt­schafts­kraft von Län­dern wie Chi­na seit fünf Jah­ren über­fäl­lig.

Die USA ha­ben ei­nen Stim­men­an­teil von knapp 17 Pro­zent. Für wich­ti­ge Ent­schei­dun­gen ist ei­ne Mehr­heit von 85 Pro­zent er­for­der-

Fer­ra­ri-Bör­sen­gang soll rund 900 Mil­lio­nen Dol­lar brin­gen

NEW YORK (dpa) - Der Lu­xus­Au­to­bau­er Fer­ra­ri will beim Gang an die New Yor­ker Bör­se bis zu 894,4 Mil­lio­nen Dol­lar (787,2 Mio. Eu­ro) er­lö­sen. Das Un­ter­neh­men kün­dig­te in ei­ner Mit­tei­lung an die US-Bör­sen­auf­sicht an, 17,2 Mil­lio­nen Ak­ti­en öf­fent­lich an­bie­ten zu wol­len. Die Span­ne für den Aus­ga­be­preis lie­ge dem­nach zwi­schen 48 und 52 Dol­lar. Ins­ge­samt be­wer­tet sich Fer­ra­ri mit bis zu 9,82 Mil­li­ar­den Dol­lar (8,62 Mrd. Eu­ro).

Post-Chef Appel: Kei­ne jähr­li­che Por­to-Er­hö­hung

BONN (dpa) - Post-Chef Frank Appel hat die mög­li­che Por­to­er­hö­hung für den Stan­dard­brief 2016 ver­tei­digt. In den Fol­ge­jah­ren kom­men laut Appel aber vor­erst kei­ne re­gel­mä­ßi­gen Auf­schlä­ge hin­zu. „Mit jähr­li­chen Preis­stei­ge­run­gen müs­sen die Kon­su­men­ten zu­künf­tig si­cher nicht rech­nen“, sag­te Appel der „Süd­deut­schen Zei­tung“. Je­doch müs­se die Post die Re­gu­lie­rung des Brief­markts be­rück­sich­ti­gen.

AN­ZEI­GE lich. So­mit be­sit­zen die Ver­ei­nig­ten Staa­ten ei­ne Ve­to-Mög­lich­keit.

Die Fi­nanz­mi­nis­ter und No­ten­bank­chefs for­der­ten die USA als größ­ten An­teils­eig­ner des IWF auf, die be­reits 2010 ver­ein­bar­ten Re­for­men „so früh wie mög­lich“zu ra­ti­fi­zie­ren. IWF-Che­fin Christine La­g­ar­de, die sich of­fen zeig­te für ei­ne zwei­te Amts­zeit an der Spit­ze des Fonds, hofft bis zum Jah­res­en­de auf ein Ja der USA.

Nach An­ga­ben von Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Wolf­gang Schäu­b­le (CDU) hat sein US-Amts­kol­le­ge Jack Lew zu­ge­sagt, „sich ganz stark zu en­ga­gie­ren, um es jetzt doch end­lich zu er­rei­chen im ame­ri­ka­ni­schen Kon­gress“. Bei der Re­form geht es um die Neu­ord­nung der Stimm­rech­te und Quo­ten­an­tei­le zu­guns­ten auf­stre­ben­der Volks­wirt­schaf­ten wie Chi­na und Bra­si­li­en. Sie sol­len da­mit mehr Ein­fluss beim IWF er­hal­ten – ent­spre­chend ih­rer wirt­schaft­li­chen Be­deu­tung. In­dus­trie­län­der ge­ben Macht ab. Bis­her aber schei­ter­te die Um­set­zung al­lein an den USA. Der IWF rech­net in die­sem Jahr nur noch mit ei­nem Wachs­tum von 3,1 Pro­zent. Im kom­men­den Jahr wer­de die Welt­wirt­schaft mit ei­nem Plus von 3,6 Pro­zent wie­der stär­ker zu­le­gen.

Spar­kas­sen-Prä­si­dent Ge­org Fah­ren­schon poch­te in Li­ma auf ein kla­res Si­gnal zum Aus­stieg aus der Nied­rig­zin­spha­se: „Die No­ten­ban­ken in den USA und der EU dür­fen den Zeit­punkt für ei­ne Zins­wen­de nicht ver­pas­sen.“

Gro­ßer Her­stel­ler von Nuss­kna­cker-Fi­gu­ren in Not

HO­HEN­HA­MELN (dpa) - Ei­ner der größ­ten Her­stel­ler von Nuss­kna­cker-Fi­gu­ren in Deutsch­land hat we­gen ge­stie­ge­ner Kos­ten durch den Min­dest­lohn In­sol­venz an­ge­mel­det. Das mehr als 200 Jah­re al­te Un­ter­neh­men St­ein­bach aus Ho­hen­ha­meln (Land­kreis Pei­ne) ha­be um 27 Pro­zent ge­stie­ge­ne Per­so­nal­kos­ten, sag­te Ge­schäfts­füh­re­rin Kar­la St­ein­bach. Be­trof­fen sind 120 Mit­ar­bei­ter in Ho­hen­ha­meln und in Ma­ri­en­berg im Erz­ge­bir­ge.

Cre­dit Suis­se will Mil­li­ar­den ein­spa­ren

ZÜ­RICH (dpa)- Die Schwei­zer Groß­bank Cre­dit Suis­se steht ei­nem Be­richt der Zei­tung „Schweiz am Sonn­tag“zu­fol­ge vor ei­ner er­neu­ten mil­li­ar­den­schwe­ren Spar­run­de. Es sei­en Ein­spa­run­gen von sie­ben bis zehn Pro­zent ge­for­dert. Auf den Kon­zern hoch­ge­rech­net be­deu­te dies ein Spar­pro­gramm von 1,5 bis 2 Mil­li­ar­den Fran­ken (1,4 bis 1,8 Mrd. Eu­ro). 2014 la­gen die Kos­ten bei rund 22 Mil­li­ar­den Fran­ken.

FO­TO: DPA

Hofft auf die USA: Wolf­gang Schäu­b­le

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