Hans Schü­le ge­währt Ein­bli­cke

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - VERANSTALTUNGEN -

DONAUESCHINGEN (sz) - Der Bild­hau­er Hans Schü­le gibt in der Ga­le­rie im Turm ei­nen Ein­blick in sei­ne jüngs­ten Ar­bei­ten. Die Aus­stel­lung „Frak­ta­le“ist bis zum 14. No­vem­ber zu se­hen.

Al­les scheint klar und trans­pa­rent vor den Au­gen des Be­trach­ters aus­ge­brei­tet, als ge­horch­ten die Wer­ke na­tur­wis­sen­schaft­li­chen, ma­the­ma­ti­schen Re­geln. Doch sind For­men und Ma­te­ri­al, was sie auf den ers­ten Blick zu sein schei­nen? Sei­ne Plas­ti­ken und gra­fi­schen Ar­bei­ten be­we­gen sich auf der Gren­ze zwi­schen Abs­trak­ti­on und Kon­kre­ti­on. Sie ver­bin­den das Aben­teu­er, viel­deu­tig und mehr­di­men­sio­nal zu sein.

In der Art und Wei­se wie Hans Schü­le das Ma­te­ri­al, meist Me­tall, und die Form nutzt, un­ter­läuft er per­ma­nent Er­war­tungs­hal­tun­gen. Der Raum der Plas­tik durch­dringt den Aus­stel­lungs­raum, ei­nen Raum des täg­li­chen Le­bens, und wird mit der Theo­rie der frak­ta­len Geo­me­trie ver­bun­den.

Kunst zum Tan­zen ge­bracht Was sich kom­pli­ziert an­hört, er­öff­net künst­le­ri­sche Mög­lich­kei­ten, die Re­geln von Na­tur und Tech­nik, Kör­per und Mo­dell, Pro­por­ti­on und Re­prä­sen­ta­ti­on zum Tan­zen zu brin­gen.

Die nun prä­sen­tier­ten Werk­grup­pen „Frak­ta­le“und „Dia­ries“sind kon­se­quen­te Er­wei­te­run­gen sei­ner frü­he­ren Plas­ti­ken, die in ad­di­ti­ver Rei­hung zu amor­phen For­men ge­fügt wa­ren und im spar­sa­men Ma­te­ri­al­ein­satz fast kör­per­los wirk­ten. Mit den „Dia­ries“ent­wi­ckelt Schü­le auf der Pa­pier­flä­che kör­per­haft-kör­per­lo­se Struk­tu­ren, die wie Bau­plä­ne des Le­bens an­mu­ten, die in un­end­li­cher Ver­grö­ße­rung un­ter dem Mi­kro­skop er­kenn­bar sein könn­ten.

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