Schwe­rer Un­fall in Un­lin­gen: Lkw kippt in der Orts­mit­te um

Zum Glück nie­mand ernst­lich ver­letzt – Po­li­zei geht da­von aus, dass Fah­rer zu schnell un­ter­wegs war

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - OBERSCHWABEN UND DONAU -

UN­LIN­GEN (uno) - Ein schwe­rer Ver­kehrs­un­fall hat sich am Sams­tag­nach­mit­tag in der Orts­durch­fahrt von Un­lin­gen er­eig­net. Ein mit schwe­ren Ei­sen­rin­gen be­la­de­ner Last­wa­gen ist in der Orts­mit­te um­ge­kippt. Die schwe­ren Ei­sen­tei­le fie­len auf den Geh­weg, das Fah­rer­haus prall­te ge­gen ei­nen Car­port und be­schä­dig­te die­sen schwer. Auch das ge­park­te Au­to wur­de in Mit­lei­den­schaft ge­zo­gen. Der Fah­rer wur­de leicht ver­letzt.

Ge­gen 15 Uhr war der ru­mä­ni­sche Last­wa­gen von Ried­lin­gen kom­mend in Rich­tung Ulm un­ter­wegs. Et­wa 200 Me­ter nach der Dop­pel­kur­ve des „Ad­ler­bergs“ge­riet der An­hän­ger laut Zeu­gen­aus­sa­gen auf der ge­ra­den Stre­cke ins Schwan­ken und kipp­te nach rechts auf den Geh­weg, auf dem zu die­sem Zeit­punkt glück­li­cher­wei­se nie­mand un­ter­wegs war. Zu­dem krach­te das Fah­rer­haus noch in den Car­port ei­nes an­lie­gen­den Hau­ses. Die Po­li­zei geht als Un­fall­ur­sa­che von über­höh­ter Ge­schwin­dig­keit aus, wie es in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung heißt.

„Ich ha­be ei­nen Knall ge­hört wie bei ei­ner Bom­be“, er­zählt Li­lia­ne Bor­ger. Mit ih­rem Mann war sie zu­sam­men in der Kü­che, als drau­ßen der Lkw um­kipp­te, kei­nen Me­ter von ih­rer Haus­wand ent­fernt. Ihr Mann ging nach drau­ßen, um zu schau­en was los war, und war ziem­lich ge­schockt, als er den Lkw in sei­nem Car­port sah. Be­reits vor 15 Jah­ren ist ih­nen ein Au­to in die Haus­wand ge­fah­ren, von da­her sitzt die­ser neu­er­li­che Un­fall bei den bei­den tief.

Auch vie­le Be­woh­ner Un­lin­gens wa­ren am Sams­tag­nach­mit­tag am Un­fall­ort. Vie­le zeig­ten sich ver­wun­dert über die Stel­le. „Das ist schon über­ra­schend“, sag­te denn auch der Un­lin­ger Feu­er­wehr­kom­man­dant Michael Schmid über die Un­fall­stel­le: Dass der Sat­tel­zug die Dop­pel­kur­ve pas­siert und dann auf ge­ra­der Stre­cke ins Schleu­dern kam. Auch an die­ser Stel­le sei es gro­ßes Glück ge­we­sen, dass kei­ner auf dem Geh­weg un­ter­wegs war, war mehr als ein­mal von den Un­lin­gern zu hö­ren und „gut, dass bald die Um­ge­hung kommt“.

Die Feu­er­weh­ren aus Un­lin­gen und Ried­lin­gen wa­ren am Ein­satz­ort, um die aus­ge­lau­fe­nen Be­triebs­stof­fe zu be­sei­ti­gen und den Ver­kehr um­zu­lei­ten. Auch ein Ret­tungs­wa­gen war an der Un­fall­stel­le. Der Sat­tel­zug muss­te zu­nächst ent­la­den wer­den, be­vor er ab­ge­schleppt wer­den konn­te. Die B 311 war bis 20.05 Uhr ge­sperrt.

Der Sach­scha­den am Last­wa­gen wur­de von der Po­li­zei auf 75 000 Eu­ro ge­schätzt, der Scha­den am Au­to und am Car­port auf 15 000 Eu­ro.

FO­TO: THO­MAS WARNACK

Schwe­rer Ver­kehrs­un­fall in Un­lin­gen – ernst­lich ver­letzt wur­de zum Glück nie­mand.

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