IG Bau for­dert mehr Geld für Ge­bäu­de­rei­ni­ger – Vier­te Ta­rif­run­de in Es­sen

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIRTSCHAFT - FO­TO: DPA

Die Ta­rif­ver­hand­lun­gen für die bun­des­weit rund 600 000 Ge­bäu­de­rei­ni­ger sind am Di­ens­tag in Es­sen in der vier­ten Run­de fort­ge­setzt wor­den. Die Ge­werk­schaft IG Bau for­dert ein deut­li­ches Lohn­plus und ei­nen Schritt hin zu ei­ner Ost-West-An­glei­chung der Löh­ne. Mit ei­nem Ta­rif­ver­trag ge­gen Leis­tungs­ver­dich­tung wol­le die Ge­werk­schaft un­ter dem Mot­to „Schluss mit Tur­bo Put­zen“zu­dem ta­rif­po­li­ti­sches Neu­land be­tre­ten, kün­dig­te der Re­gio­nal­lei­ter Rhein­land der Ge­werk­schaft, Hol­ger Ver­meer, am Di­ens­tag in Es­sen an. Zur Un­ter­stüt­zung der For­de­run­gen hat­ten rund 500 mit Put­zei­mern aus­ge­rüs­te­te Rei­ni­gungs­kräf­te in der Es­se­ner In­nen­stadt de­mons­triert. „Gera­de im zeit­li­chen Um­feld von Ta­rif­er­hö­hun­gen be- kom­men die Be­schäf­tig­ten mehr Flä­chen auf­ge­bür­det oder ha­ben we­ni­ger Zeit für die glei­chen Qua­drat­me­ter. So­gar Ar­beits­zeit­kür­zun­gen oh­ne Lohn­aus­gleich kom­men vor“, sag­te Ver­meer. Am En­de müss­ten die Be­schäf­tig­ten da­mit ih­re Lohn­er­hö­hung oft selbst zah­len. Da­ge­gen wol­le die Ge­werk­schaft vor­ge­hen, so Ver­meer. Der Bun­des­in­nungs­ver­band des Ge- bäu­de­rei­ni­ger-Hand­werks war für ei­ne Stel­lung­nah­me zu­nächst nicht zu er­rei­chen. In der un­ters­ten Lohn­grup­pe soll der St­un­den­lohn nach den Vor­stel­lun­gen der Ge­werk­schaft zu­dem um 80 Cent von 9,55 auf 10,35 Eu­ro in West­deutsch­land stei­gen. In den hö­he­ren Lohn­grup­pen for­dert die Ge­werk­schaft ei­ne Er­hö­hung um 6,4 Pro­zent. (dpa)

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