Ge­gen EnBW lau­fen Er­mitt­lun­gen

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIRTSCHAFT -

STUTT­GART (AFP) - Die Staats­an­walt­schaft Stutt­gart er­mit­telt ge­gen den Ener­gie­kon­zern EnBW we­gen des un­er­laub­ten Mit­schnei­dens von Kun­den­te­le­fo­na­ten. Die Be­hör­de ha­be nach mo­na­te­lan­ger Prü­fung ein Ver­fah­ren we­gen Ver­let­zung der Ver­trau­lich­keit des Wor­tes ein­ge­lei­tet, zi­tier­te die „Stutt­gar­ter Zei­tung“ei­nen Spre­cher der Staats­an­walt­schaft. Die Er­mitt­lun­gen rich­ten sich dem­nach kon­kret ge­gen Ver­ant­wort­li­che des Un­ter­neh­mens, de­ren Na­me oder Funk­ti­on aber nicht ge­nannt wur­den. Ge­prüft wer­de au­ßer­dem, ob straf­recht­lich re­le­van­te Da­ten­schut­zver­stö­ße vor­lie­gen.

Im Zu­ge des Ver­fah­rens sei­en be­reits Zeu­gen ver­nom­men wor­den, sag­te der Spre­cher der Staats­an­walt­schaft der Zei­tung. Ei­ne Durch­su­chung bei der EnBW ha­be es nicht ge­ge­ben. Der Straf­rah­men für ei­ne Ver­let­zung der Ver­trau­lich­keit des Wor­tes reicht von ei­ner Geld­stra­fe bis zu ei­ner Frei­heits­stra­fe bis drei Jah­re.

Die Te­le­fon­mit­schnit­te wa­ren im April be­kannt ge­wor­den. Der Lan­des­da­ten­schutz­be­auf­trag­te Jörg Kling­beil er­stat­te­te Straf­an­zei­ge ge­gen Ver­ant­wort­li­che bei der EnBW.

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