Initia­ti­ve be­fürch­tet ho­he Kos­ten für Alt­las­ten­ent­sor­gung

Mit­glie­der sor­gen sich zu­dem, dass beim Bau des Kre­ma­to­ri­ums die Mau­er beim Park­platz ver­schwin­det

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - MESSKIRCH -

MESSKIRCH (mus/sz) - Die Bür­ger­initia­ti­ve „Kein Kre­ma­to­ri­um am Meß­kir­cher Fried­hof“wirft in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung die Fra­ge auf, wer beim Bau des Kre­ma­toirums die Kos­ten für die Ent­sor­gung der Alt­las­ten trägt. Zu­dem sor­gen sich die Mit­glie­der über den Fort­be­stand der Mau­er, die den Park­platz be­grenzt. Sie hal­ten die­se für „hei­mat­ge­schicht­lich durch­aus be­deut­sam“und be­fürch­ten, dass die­se beim Bau des Kre­ma­to­ri­ums ab­ge­ris­sen wird.

„Es dürf­te nicht all­ge­mein be­kannt sein, dass sich un­ter dem ge­sam­ten Schot­ter­park­platz un­ter­halb des Fried­hofs ei­ne Alt­last mit Ent­sor­gungs­re­le­vanz be­fin­det, die im Bo­den­schutz- und Alt­las­ten­ka­tas­ter ge­führt wird. Durch die be­ste­hen­de Mau­er wird die­ser Alt­las­ten­be­reich vom Wie­sen­ge­län­de ab­ge­grenzt“, schreibt die Initia­ti­ve. Nun sol­le der Park­platz laut Pla­nung im süd­li­chen Be­reich um cir­ca neun Me­ter ver­klei­nert wer­den, be­haup­ten die Mit­glie­der: „Aus dem Plan ist dies nicht so oh­ne wei­te­res er­kenn­bar, er­gibt sich aber aus ei­nem Ver­gleich von tat­säch­li­cher und ge­plan­ter Ab­mes­sung. Kon­kret be­deu­tet dies, dass sich das aus­ge­wie­se­ne Son­der­ge­biet nun auf ei­nem et­wa neun Me­ter brei­ten Strei­fen auf dem Alt­las­ten­be­reich be­fin­det.“Vor ei­nem et­wai­gen Bau­be­ginn müss­ten laut der Bür­ger- initia­ti­ve zu­nächst die vor­han­de­nen Alt­las­ten sach­ge­recht ent­sorgt wer­den, was mit er­heb­li­chen Kos­ten ver­bun­den sein dürf­te. „Nicht klar ist, wer die­se Kos­ten tra­gen wird. Man kann nur hof­fen, dass die Stadt sich ver­trag­lich ab­si­chert und den Initia­tor des Kre­ma­to­ri­ums zur Kos­ten­tra­gung ver­pflich­tet. An­sons­ten wird es der Steu­er­zah­ler sein, der zu­guns­ten ei­nes pri­va­ten In­ves­tors zur Kas­se ge­be­ten wird“, teilt die Bür­ger­initia­ti­ve mit.

„Soll­te das Kre­ma­to­ri­um ge­baut wer­den, wird zu­dem die ge­nann­te Mau­er ent­fernt wer­den“, fügt sie an. Zwar ste­he die­se Mau­er nicht un­ter Denk­mal­schutz, den­noch stel­le sie ein Stück er­hal­tens­wer­te Hei­mat­ge­schich­te dar. Ent­stan­den ist sie et­wa im Jahr 1958 un­ter Ver­wen­dung al­ter Gr­ab­stei­ne. Da­mals war es noch üb­lich, dass Gr­ab­stei­ne von ab­ge­räum­ten Grä­bern wie­der für neue Grä­ber ver­wen­det wur­den. „Die­je­ni­gen, die Gr­ab­stei­ne für die Mau­er ge­spen­det hat­ten, sind da­von aus­ge­gan­gen, dass die­se Gr­ab­stei­ne als Teil der fried­hofs­na­hen Mau­er auch wei­ter­hin ei­ne wür­de­vol­le Ver­wen­dung er­fah­ren wer­den“, heißt es in dem Schrei­ben.

We­der Bür­ger­meis­ter Ar­ne Zwick noch Stadt­bau­meis­ter Tho­mas Kölsch­bach wa­ren Don­ners­tag­nach­mit­tag für ei­ne Stel­lung­nah­me er­reich­bar.

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