Ar­beits­plan für das Bür­ger­haus wird kom­pli­ziert

Zu­ge­sag­te Ver­an­stal­tun­gen sol­len statt­fin­den kön­nen – Brand­schutz­kon­zept vom Kreis­brand­meis­ter ab­ge­seg­net

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - MENGEN/ GÖGE/ SCHEER - Von Jen­ni­fer Kuhl­mann

ENNETACH - Die Zu­stim­mung des Kreis­brand­meis­ters Michael Hack zum neu­en Brand­schutz­kon­zept für das Bür­ger­haus in Ennetach hat sich die Stadt­ver­wal­tung Men­gen schrift­lich ge­ben las­sen. Cle­mens Rie­se­ner von der In­ge­nieur­ge­sell­schaft für Brand­schutz 5plus aus Ba­lin­gen ist mit Hack Punkt für Punkt durch­ge­gan­gen. „Un­ter der Be­din­gung ei­ner flä­chen­de­cken­den Brand­mel­de­an­la­ge ist er auch mit den Aus­nah­men ein­ver­stan­den und wir ha­ben so­mit Rechts­si­cher­heit“, so Rie­se­ner. Die Ge­mein­de­rä­te stimm­ten den Plä­nen zu und be­auf­trag­ten die Ver­wal­tung, die Ar­bei­ten im Wert von 274 000 Eu­ro be­schränkt aus­zu­schrei­ben.

So kommt man zwar um die Sprink­ler­an­la­ge her­um, da aber auch in den Zwi­schen­de­cken und au­ßer­halb des ei­gent­li­chen Saals Rauch­warn­mel­der ein­ge­baut wer­den müs­sen, wird der Auf­wand für den Ein­bau der Tech­nik wohl recht hoch sein. „Wir wis­sen, wie wich­tig das Bür­ger­haus für den Orts­teil ist, des­halb ist un­ser größ­tes An­lie­gen, dass die Ein­schrän­kun­gen für den Be­trieb so ge­ring wie mög­lich sind“, sag­te Bür­ger­meis­ter Ste­fan Bubeck. Man ha­be ei­ne Zeit­span­ne zwi­schen dem 3. März und dem 13. Ju­li kom­men­den Jah­res ins Au­ge ge­fasst, so Rie­se­ner.

Wie oft die Ein- und Um­bau­maß­nah­men der Hand­wer­ker al­ler­dings in die­sem Zei­t­raum für Ver­an­stal­tun­gen un­ter­bro­chen wer­den müs­sen, steht noch nicht end­gül­tig fest. 20 Ar­beits­ta­ge Bau­stel­len­still­stand sei­en je­den­falls schon für die Thea­ter­freun­de Ennetach ein­ge­plant wor­den, die in die­sem Zei­t­raum ih­re Vor­stel­lun­gen ge­ben wer­den. „Jetzt geht es aber auch noch um Kon­zer­te“, so Rie­se­ner (sie­he Kas­ten). Bür­ger­meis­ter Bubeck und die Sach­ge­beits­lei­te­rin Hoch­bau, Cor­ne­lia Hund, woll­ten die De­tails nicht in der Sit­zung dis­ku­tie­ren. „Wir klä­ren das auf dem klei­nen Di­enst­weg di­rekt mit den Ver­ei­nen“, ver­sprach Hund.

Kom­pro­mis­se wer­den ge­sucht Ge­gen­über der SZ er­klär­te Hund spä­ter, dass Orts­vor­ste­her Wolf­gang Eber­hard seit dem Be­kannt­wer­den der an­ste­hen­den Maß­nah­men kei­ne neu­en Ver­an­stal­tun­gen mehr an­ge­nom­men ha­be. „Für die, bei de­nen schon ein Ter­min zu­ge­sagt wur­de, müs­sen wir jetzt nach Lö­sun­gen und Kom­pro­mis­sen su­chen“, sagt sie. Man kön­ne zwar in der Aus­schrei­bung fi­xe Ar­beits­ter­mi­ne für die Hand­wer­ker fest­le­gen, so­dass um die Ver­an­stal­tun­gen her­um­ge­ar­bei­tet wer­den kön­ne. „Zu sehr wol­len wir die Bau­zeit aber nicht zer­stü­ckeln.“

Lau­tRie­se­ner sei es mög­lich, Bau­ab­schnit­te zu bil­den. „Die In­fra­struk­tur mit der Brand­mel­de­an­la­ge soll­te al­ler­dings als ers­tes ge­macht wer­den“, sag­te er. Da­für müss­ten acht Wo­chen ein­ge­plant wer­den. „Au­ßer­dem muss be­rück­sich­tigt wer­den, dass man­che Hand­wer­ker ih­ren Mit­ar­bei­tern in den Fe­ri­en frei ge­ben oder sich nicht so zu­ver­läs­sig an Ter­mi­ne hal­ten, wie man es manch­mal ger­ne hät­te.“Au­ßer­dem kön­ne es bei Un­ter­bre­chung der Ar­bei­ten zu Pro­ble­men bei Scha­dens­fäl­len kom­men.

Ei­ni­ge wa­ren sich al­le Stadt­rä­te, dass es kei­ne all­zu lan­gen Ver­zö­ge­run­gen bei den Ar­bei­ten ge­ben und auf kei­nen Fall Mehr­kos­ten durch die Un­ter­bre­chun­gen ent­ste­hen sol­len. Das müs­se in den Aus­schrei­bun­gen fest­ge­hal­ten wer­den.

FO­TO: JEN­NI­FER KUHL­MANN

Das Bür­ger­haus soll im Früh­jahr un­ter an­de­rem mit ei­ner Brand­mel­de­an­la­ge aus­ge­stat­tet wer­den.

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