Gu­te Ge­ne­ral­pro­be dank Mor­gan

Die Ul­mer Bas­ket­bal­ler fei­ern ge­gen Ve­ne­dig ei­nen star­ken Ein­stand in den Eu­ro­cup

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - SPORT - Von Thors­ten Kern

NEU-ULM - Den ers­ten Test in der Eu­ro­cup-Sai­son hat Ra­tio­pharm Ulm be­stan­den. Als Blau­pau­se für die kom­men­den Auf­trit­te in der Bas­ket­bal­lBun­des­li­ga und auch in den wei­te­ren Grup­pen­spie­len des eu­ro­päi­schen Wett­be­werbs kann der 87:68-Sieg ge­gen Uma­na Rey­er Ve­ne­zia vom Mitt­woch­abend aber nicht ge­nom­men wer­den.

In der Sum­me wa­ren die Ita­lie­ner zu harm­los und ide­en­los. Ob­wohl Ve­ne­dig im drit­ten Vier­tel 24 Punk­te er­ziel­te, ka­men die Gäs­te nach 40 Spiel­mi­nu­ten nur auf 68 Punk­te. Dem­ent­spre­chend zu­frie­den fiel denn auch das Fa­zit des Ul­mer Trai­ners Thors­ten Lei­ben­ath aus: „Drei Vier­tel ha­ben wir so­li­de bis sehr gut ge­spielt und das Spiel dik­tiert.“Mal mit Schnel­lig­keit, mal mit gut durch­ge­spiel­ten Sys­te­men – und im­mer wie­der mit ei­nem glän­zend auf­ge­leg­ten Ray­mar Mor­gan. „Die zwei frei­en Ta­ge ha­ben ihm of- fen­bar gut­ge­tan“, sag­te Lei­ben­ath mit ei­nem Lä­cheln. We­gen ei­ner Na­sen­ver­let­zung hat­te der US-Ame­ri­ka­ner im Trai­ning aus­ge­setzt.

Mor­gan war für Ve­ne­digs Ver­tei­di­ger kaum bis gar nicht zu hal­ten. Die Ita­lie­ner ver­fü­gen zwar über je­de Men­ge Er­fah­rung – et­wa den frü­he­ren ita­lie­ni­schen Na­tio­nal­spie­ler Tho­mas Ress – aber eben nicht über die nö­ti­ge Ge­schwin­dig­keit. „Wir ha­ben ei­nen gu­ten Geg­ner deut­lich in die Schran­ken ver­wie­sen“, so Lei­ben­ath. „Aber ge­gen star­ke Geg­ner muss die Ver­tei­di­gung vier Vier­tel lang funk­tio­nie­ren.“Ob die Crails­heim Mer­lins als Auf­stei­ger am Sonn­tag in der Bun­des­li­ga der an­ge­spro­chen star­ke Geg­ner sind, darf zu­min­dest in leich­te Zwei­fel ge­zo­gen wer­den.

Doch in den kom­men­den Wo­chen muss Ulm grö­ße­re Bro­cken als Ve­ne­dig, Crails­heim und Ha­gen aus dem Weg räu­men. Ge­gen die West­fa­len hat­te Ulm am ver­gan­ge­nen Wo­che­n­en­de ei­nen kla­ren 95:73-Heim­sieg ge­lan­det. Aber nach der Par­tie in Crails­heim geht es für Mor­gan und Co. im Eu­ro­cup nach Char­le­roi, drei Ta­ge spä­ter kommt Bonn in der Bun­des­li­ga in die Ra­tio­pharm-Are­na, dann fol­gen die He­im­par­ti­en ge­gen Va­len­cia und den Deut­schen Meis­ter Bam­berg. „Da ge­win­nen wir nur, wenn wir so­li­de ver­tei­di­gen“, wie­der­hol­te Lei­ben­ath. Nicht schwer zu er­ra­ten ist, wo in den kom­men­den Trai­nings­ein­hei­ten die Schwer­punk­te lie­gen.

Bei den Nach­ver­pflich­tun­gen schei­nen die Ul­mer ein­mal mehr ein gu­tes Händ­chen be­wie­sen zu ha­ben. Der Spa­nier Jo­se Sal­va­dor Ar­co, ei­gent­lich vor­erst nur als Trai­nings­ver­stär­kung ver­pflich­tet, spiel­te ge­gen Ve­ne­dig über 16 Mi­nu­ten, traf drei sei­ner vier Drei­er­ver­su­che und ver­tei­dig­te ag­gres­siv. „Ich hat­te nicht das Ge­fühl, dass er nicht wuss­te, was er tat“, lob­te sein Trai­ner. „Das war ei­ne sehr po­si­ti­ve Leis­tung.“Ei­ne, auf der sich auf­bau­en lässt. Im­mer­hin fehl­ten den Ul­mern in Car­lon Brown und Tay­lor Braun zwei wich­ti­ge Spie­ler, der Spiel­ma­cher Per Gün­ther war am Mitt­woch nach Zahn­schmer­zen noch ge­schwächt. Ge­gen Ve­ne­dig reich­te es, ge­gen Bonn und Bam­berg muss aber mehr kom­men.

FO­TO: DPA

Die Rech­nung ging auf: Ulms Trai­ner Thors­ten Lei­ben­ath.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.