Meß­kir­cher Wehr löscht Werk­statt­brand

Die Ver­ant­wort­li­chen sind mit der dies­jäh­ri­gen Haupt­übung rund­um zu­frie­den

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - MESSKIRCH / BEURON / SCHWENNINGEN - Von Karl­heinz Kirch­mai­er

MESSKIRCH- Die Meß­kir­cher Feu­er­wehr hat am Sams­tag ih­re Haupt­übung ab­ge­hal­ten. Sehr zu­frie­den mit der Leis­tung der Brand­be­kämp­fer zeig­te sich der stell­ver­tre­ten­de Kreis­brand­meis­ter Die­ter Müller.

Die Übungs­an­nah­me war ein Werk­statt­brand mit star­ker Rauch­ent­wick­lung bei Nutz­fahr­zeugser­vice Irß­lin­ger im In­dus­trie­ge­biet Mit­te in Meß­kirch. Beim Ein­tref­fen der 36 Mann star­ken Wehr am Brand­ort mit Dreh­lei­ter, drei Lösch­fahr­zeu­gen, Rüst­wa­gen und Ein­satz­leit­wa­gen quoll be­reits star­ker Rauch aus dem ge­sam­ten Be­triebs­ge­bäu­de. Auch mach­ten sich meh­re­re Per­so­nen an den Fens­tern der So­zi­al­räu­me im Ober­ge­schoss be­merk­bar. Leu­te, die sich zur Brand­aus­bruchs­zeit in den Bü­ro­räu­men im Erd­ge­schoß auf­hiel­ten, hat­te der Be­triebs­in­ha­ber be­reits eva­ku­iert. Nach ei­ner ers­ten Kon­trol­le wur­de je­doch ei­ne Per­son ver­misst. Die Haupt­übung aus­ge­ar­bei­tet hat­ten Andre­as Fle­cken­stein, der die Übung lei­te­te, und Mark Fie­de­rer, der für die zahl­rei­chen Zu­schau­er den Ablauf kom­men­tier­te.

Nach Ein­wei­sung der Ein­satz­kräf­te durch Ein­satz­lei­ter Andre­as Fle­cken­stein be­gan­nen die Be­sat­zun­gen der Lösch­fahr­zeu­ge so­fort mit dem Auf­bau der Lösch­was­ser­ver­sor­gung und der Be­kämp­fung des in der Schlos­ser­werk­statt aus­ge­bro­che­nen Bran­des. Gleich­zei­tig leg­ten An­ge­hö­ri­ge der Atem­schutz­grup­pe ih­re schwe­re Aus­rüs­tung an und be­gan­nen mit der Ret­tung der im Ober­ge­schoss be­find­li­chen Per­so­nen so­wie der Su­che nach dem Ver­miss­ten. Zwi­schen­zeit­lich hat­ten auch Feu­er­wehr­män­ner die Dreh­lei­ter in Stel­lung ge­bracht und un­ter­stütz­ten die Ret­tung der vier noch im Ober­ge­schoss aus­har­ren­den Per­so­nen durch ein Fens­ter. Die Ge­ret­te­ten wa­ren an­sprech­bar und wur­den von den Atem­schutz­trä­gern zur Erst­ver­sor­gung zur Meß­kir­cher Be­reit­schaft des Deut­schen Ro­ten Kreu­zes (DRK) ge­bracht, die ei­ne Ver­sor­gungs­stel­le ein­ge­rich­tet hat­te. Tie­fen­ret­tung ist not­wen­dig Wäh­rend der Ret­tung der vier ein­ge­schlos­se­nen Per­so­nen sah die Übung ei­ne zwei­te La­ge vor: Die Auf­fin­dung der ver­miss­ten, bei der Flucht durch die Werk­statt in die Mo­na­ta­ge­gru­be ge­stürz­ten Per­son. Sie hat­te sich, so die An­nah­me, da­bei schwe­re Ver­let­zun­gen zu­ge­zo­gen und konn­te sich selbst nicht mehr be­we­gen. Ei­ne so- ge­nann­te Tie­fen­ret­tung war nö­tig: Da­bei muss­te mit Hil­fe ei­ner Stüt­zSchie­be­lei­ter, ei­nes Fla­schen­zu­ges und ei­ner Korb­tra­ge die ver­letz­te Per­son aus der Gru­be ge­bor­gen wer­den.

Mit der Ret­tung des Ver­miss­ten, der ge­lun­ge­nen Ver­hin­de­rung ei­ner Aus­wei­tung des Werk­statt­bran­des und dem Ent­fer­nen des Rau­ches aus dem Ge­bäu­de wa­ren nach dem rund halb­stün­di­gen Ein­satz die Haupt­zie­le der Übung er­reicht. Sie ist, wie Vi­ze-Kreis­brand­meis­ter Müller bei der Ma­nö­ver­kri­tik im Feu­er­wehr­ge­rä­te­haus fest­stell­te, der Meß­kir­cher Wehr rund­um ge­lun­gen. Vor al­lem lob­te Müller die gu­te Zu­sam­men­ar­beit der ein­zel­nen Ein­satz­grup­pen. Der Meß­kir­cher Kom­man­dant Mar­kus Gru­ber dank­te Müller und Ku­no Irß­lin­ger, der für die Haupt­übung sei­nen Be­trieb zur Ver­fü­gung ge­stellt hat­te.

Noch vor der Haupt­übung der Haupt­wehr stell­ten die Mäd­chen und Jun­gen der Ju­gend­feu­er­wehr un­ter Lei­tung ih­res Ju­gend­feu­er­wehr­warts Bern­hard Kel­ler ih­ren Aus­bil­dungs­stand bei ei­ner Lö­sch­übung auf dem Platz hin­ter dem Feu­er­wehr­ge­rä­te­haus un­ter Be­weis. Auch sie be­ka­men gro­ßes Lob vom stell­ver­tre­ten­den Kreis­brand­meis­ter Müller.

FO­TOS: KARL­HEINZ KIRCH­MAI­ER

Bei der Haupt­übung im Meß­kir­cher In­dus­trie­ge­biet Mit­te kommt ei­ne Dreh­lei­ter zur Per­so­nen­ret­tung zum Ein­satz.

Die Ju­gend­feu­er­wehr prä­sen­tiert ih­ren Aus­bil­dungs­stand.

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