Er be­singt die Schön­heit

Bernd Rau­schen­bach, Ul­rich Jo­kiel und Pe­ter Miss­ler in­sze­nie­ren Rühm­korfs Ly­rik

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - VERANSTALTUNGEN -

Meß­kirch

Mög­lich­kei­ten zur Ver­bes­se­rung des Wohn­um­fel­des im häus­li­chen Be­reich, Vor­trag und In­for­ma­ti­on, Hei­lig- Geist- Spi­tal, Zie­gel­bühl­stra­ße 4, 15 Uhr

Ra­vens­burg

Ge­fä­ße, Herz und Lun­ge,

Ma­ri­an­ne Koch: Das Herz-Buch,

Über­lin­gen

Ener­gie­wirt­schafts­fo­rum Bo­den­see­kreis, mit Kartl Ger­tis und Mar­cus Mat­tis, Pu­ren - Werk 3, Zum De­gen­hardt 4, 16.30- 19.15 Uhr FRIEDRICHSHAFEN (sz) - „Al­lein ist nicht ge­nug“: Mit ei­ner Vers­zei­le des Dich­ters über­schrei­ben Bernd Rau­schen­bach, Ul­rich Jo­kiel und Pe­ter Miss­ler ih­ren Pe­ter-Rühm­kor­fAbend am Frei­tag, 23. Ok­to­ber, um 20 Uhr im Kie­sel im k42, Karl­stra­ße 42 in Friedrichshafen.

Das li­te­ra­risch-mu­si­ka­li­sche Pro­gramm mit Tex­ten von Rühm­korf ge­hört zum Li­te­ra­tur­herbst, den die Stadt Friedrichshafen zum zwei­ten Mal aus­ge­ru­fen hat. Bernd Rau­schen­bach ist in Friedrichshafen bes­tens be­kannt durch sei­ne Ar­noSchmidt-Le­sun­gen, un­ter an­de­rem mit Jan Phil­ipp Reemts­ma. Rau­schen­bach ist Re­zi­ta­tor, Au­tor und Ge­schäfts­füh­rer der Arno-Schmid­tStif­tung. Ul­rich Jo­kiel ist mu­si­ka­li­scher Lei­ter des Schloss­thea­ters Cel­le, der Sa­xo­fo­nist Pe­ter Miss­ler war Preis­trä­ger beim NDR-Hör­fest mit „Jazz und Ly­rik“-Pro­jek­ten. „Al­lein ist nicht ge­nug“lässt die Dich­tun­gen Rühm­korfs le­ben­dig wer­den. Die Ver­bin­dung von Text und Mu­sik reicht von ein­fa­cher Re­zi­ta­ti­on mit dar­un­ter lie­gen­der Mu­sik über zahl­rei­che Zwi­schen­stu­fen wie rhyth­mi­sches Spre­chen und Sprech­ge­sang bis zu aus­kom­po­nier­ten, ge­sun­ge­nen Lie­dern, kün­digt der Ver­an­stal­ter an.

Pe­ter Rühm­korf ist ei­ner der be­deu­tends­ten Ly­ri­ker und Es­say­is­ten nach 1945. Er war Mit­glied der Grup­pe 47. Was ihn aus­zeich­net ist ein „ganz ei­ge­ner schnodd­rig-smar­ter Sound – po­li­tisch und welt­le­bens­lus­tig“, wie der Spie­gel schrieb. Rühm­korf gab Ly­rik­zeit­schrif­ten her­aus und ar­bei­te­te in den 50er- und 60erJah­ren als Lek­tor beim Ro­wohlt-Ver­lag. Als ers­ter hat Pe­ter Rühm­korf in den sech­zi­ger Jah­ren die Ver­an­stal­tungs­form „Jazz & Ly­rik“ins Le­ben ge­ru­fen. Sei­ne Ge­dich­te be­sin­gen die Schön­heit von Land­schaf­ten und von Frau­en, den All­tag und den Ei­gen­sinn.

Selbst­be­wusst hat er sich in ei­ne Rei­he ge­stellt mit Walt­her von der Vo­gel­wei­de und Klopstock. Klas­sisch ge­wor­den ist sein Vers „Bleib er­schüt­ter­bar und wi­der­steh’!“Pe­ter Rühm­korf wur­de 1993 mit dem wich­tigs­ten deut­schen Li­te­ra­tur­preis, dem Ge­org-Büch­ner-Preis, aus­ge­zeich­net. Die Arno-Schmidt-Stif­tung ist Nach­lass­ver­wal­te­rin von Rühm­korfs Werk. Neun Eu­ro kos­tet der Ein­tritt, er­mä­ßigt sechs Eu­ro. Kar­ten für den Rühm­korf- Abend im Kie­sel gibt’s im Vor­ver­kauf beim GrafZep­pe­lin- Haus, Te­le­fon 07541 / 28 84 44 oder per E- Mail kar­ten­ser­vice. gzh@ friedrichshafen. de

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