Ir­land soll Da­ten­über­mitt­lung von Face­book in USA prü­fen

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

(dpa) - Die Über­mitt­lung von Da­ten eu­ro­päi­scher Nut­zer in die USA wird in Ir­land auf den Prüf­stand ge­stellt. Nach dem spek­ta­ku­lä­ren Ur­teil des Eu­ro­päi­schen Ge­richts­hofs (EuGH) ent­schied der High Court in Du­blin, dass iri­sche Da­ten­schüt­zer sich mit ei­ner ent­spre­chen­den Kla­ge des Ös­ter­rei­chers Max Schrems be­fas­sen müs­sen. Der Face­book-Kri­ti­ker for­dert, den Da­ten­trans­fer von Eu­ro­pa in die USA zu stop­pen, weil die In­for­ma­tio­nen dort dem Zu­griff von Ge­heim­diens­ten aus­ge­lie­fert sei­en.

Haft für Deut­sche we­gen Ver­bre­chen un­ter Pi­no­chet

SAN­TIA­GO DE CHI­LE (AFP) - Ein Be­ru­fungs­ge­richt in San­tia­go de Chi­le hat zwei Deut­sche und ei­nen ehe­ma­li­gen Agen­ten des Ge­heim­diens­tes Di­na un­ter der chi­le­ni­schen Mi­li­tär­dik­ta­tur von Au­gus­to Pi­no­chet zu je fünf Jah­ren Haft ver­ur­teilt. Sie wur­den für schul­dig be­fun­den, zwi­schen April und Ju­ni 1975 in ei­ner ko­or­di­nier­ten Ak­ti­on 50 Men­schen ver­schleppt und in die Deut­schen­sied­lung Co­lo­nia Di­g­n­i­dad ge­bracht zu ha­ben. In der An­la­ge in Süd­chi­le wur­den die Op­fer dem Ur­teil zu­fol­ge ver­hört und vor al­lem mit Strom­schlä­gen ge­fol­tert.

Slo­we­ni­en setzt in Flücht­lings­kri­se aufs Mi­li­tär

LJUBLJANA/ZAGREB (dpa) - Das EU- und Schen­gen­land Slo­we­ni­en will in der Flücht­lings­kri­se Mi­li­tär an der Gren­ze ein­set­zen. Zu­nächst sei ei­ne Be­gren­zung auf drei Mo­na­te vor­ge­se­hen, hieß es aus Re­gie­rungs­krei­sen. In Ser­bi­en schlu­gen sich wie­der Hun­der­te Flücht­lin­ge über die grü­ne Gren­ze und an der Po­li­zei vor­bei nach Kroa­ti­en durch. Der Zustrom von Flücht­lin­gen, die von der Tür­kei aus über die Ägä­is in die EU kom­men, reißt nicht ab. Auf den grie­chi­schen In­seln in der Os­tä­gä­is wur­den seit Frei­tag 29 000 Mi­gran­ten und Flücht­lin­ge ge­zählt.

London emp­fängt Prä­si­dent Xi mit Pomp

LONDON (dpa) - Zum Auf­takt sei­nes vier­tä­gi­gen Staats­be­suchs in Groß­bri­tan­ni­en hat Chi­nas Prä­si­dent Xi Jin­ping die Ban­de zwi­schen den bei­den Län­dern ge­lobt. Nach den Wor­ten des bri­ti­schen Pre­mier­mi­nis­ters Da­vid Ca­me­ron geht es bei dem Be­such um Ge­schäf­te in Hö­he von 30 Mil­li­ar­den Pfund (40,8 Mil­li­ar­den Eu­ro). Das bri­ti­sche Kö­nigs­haus hat­te den Gast mit de­mons­tra­ti­vem Pomp emp­fan­gen. London wirbt um chi­ne­si­sche In­ves­ti­tio­nen in die ma­ro­de bri­ti­sche In­fra­struk­tur und den Bau neu­er Atom­kraft­wer­ke in Groß­bri­tan­ni­en. In den Me­di­en gibt es seit Ta­gen Kri­tik am Buh­len um Chi­nas Gunst.

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