Os­ma­kow­ski-Mil­ler ver­lässt Bad Saul­gau­er Ge­mein­de­rat

Bür­ger­meis­te­rin Do­ris Schrö­ter ent­schul­digt sich für ih­re Wort­wahl bei Streit

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - MESSKIRCH - Von Dirk Thann­hei­mer

BEU­RON/BAD SAUL­GAU - Beu­rons Bür­ger­meis­ter Ra­pha­el Os­ma­kow­ski-Mil­ler will En­de No­vem­ber aus dem Bad Saul­gau­er Ge­mein­de­rat aus­schei­den. Er ge­hört dort der CDU-Frak­ti­on an. Os­ma­kow­ski-Mil­ler hat­te be­reits im Som­mer an­ge­kün­digt, im Fal­le ei­nes Wahl­siegs der am­tie­ren­den Bür­ger­meis­te­rin Do­ris Schrö­ter sein Eh­ren­amt nie­der­zu­le­gen. Schrö­ter ist die ein­zi­ge ernst­zu­neh­men­de Kan­di­da­tin bei der Bür­ger­meis­ter­wahl am 8. No­vem­ber.

Do­ris Schrö­ter be­stä­tigt, dass das Aus­schei­den von Os­ma­kow­ski-Mil­ler in der öf­fent­li­chen Ge­mein­de­rats­sit­zung am 26. No­vem­ber auf die Ta­ges­ord­nung kommt. „Der Ge­mein­de­rat muss das Aus­schei­den for­mal fest­stel­len“, sagt die Bür­ger­meis­te­rin. Os­ma­kow­ski-Mil­ler kann oh­ne wei­te­re Nen­nung von Grün­den aus dem Rat aus­schei­den, da er län­ger als zehn Jahr da­bei ist. Sei­nen Platz nimmt Nach­rü­cker Ste­fan Oß­wald ein.

Os­ma­kowk­si-Mil­ler hat sei­ne Grün­de, war­um er das Gre­mi­um ver­las­sen wird, wenn Schrö­ter Bür­ger­meis­te­rin bleibt: In der Ver­gan­gen­heit hat­te er ge­sagt, er wol­le Schrö­ters Po­li­tik nicht mit­ver­ant­wor­ten. Des­halb sei es für ihn die rich­ti­ge Ent­schei­dung, die Bad Saul­gau­er Kom­mu­nal­po­li­tik nicht zu be­hin­dern. „Ich se­he ein­fach kei­ne Ba­sis mehr zwi­schen uns bei­den, weil wir seit Jah­ren un­ter­schied­li­che Vor­stel­lun­gen ha­ben“, sag­te Os­ma­kow­skiMil­ler im Som­mer. Dar­an ha­be sich bis heu­te nichts ge­än­dert. Es wä­re für ihn und für Schrö­ter auf Dau­er mehr Frust als Lust. Os­ma­kow­ski-Mil­ler fühlt sich von Schrö­ter be­lei­digt In ei­nem Brief an die Bür­ger­meis­te­rin zähl­te er wei­te­re Grün­de für sein Aus­schei­den als Ge­mein­de­rat auf. Os­ma­kow­ski-Mil­ler for­der­te in die­sem Schrei­ben ei­ne Ent­schul­di­gung von der Bür­ger­meis­te­rin für de­ren „öf­fent­li­che Be­lei­di­gung“. Schrö­ter soll in der Pau­se zwi­schen ei­ner öf­fent­li­chen und nicht­öf­fent­li­chen Sit­zung zu ihm ge­sagt ha­ben, dass er kei­nen An­stand ha­be, dass er in sei­nem Le­ben noch nichts zu We­ge ge­bracht hät­te und erst ein­mal et­wa leis­ten sol­le.

Do­ris Schrö­ter hat zu Os­ma­kow­ski-Mil­lers Vor­wür­fen Stel­lung ge­nom­men: Sie ha­be da im „Ei­fer des Ge­fechts“wohl zu har­te Wor­te ge­wählt. Auch ei­ne Bür­ger­meis­te­rin sei nur ein Mensch und Os­ma­kow­skiMil­ler ha­be sich of­fen­sicht­lich an­ge­grif­fen ge­fühlt. „Ich ha­be des­halb auch kein Pro­blem, mich bei ihm zu ent­schul­di­gen“, sagt Schrö­ter.

Für Os­ma­kow­ski-Mil­ler sei es wich­tig, dass die Ent­schul­di­gung im glei­chen Rah­men statt­fin­de wie „die ver­let­zen­de Be­lei­di­gung“. Die CDUFrak­ti­on soll die Wor­te von Schrö­ter ge­hört ha­ben. Die Bür­ger­meis­te­rin soll wohl be­reit sein, sich bei Os­ma­kow­ski-Mil­ler öf­fent­lich in An­we­sen­heit der CDU-Frak­ti­on zu ent­schul­di­gen. „Da­mit ist die Sa­che für mich auch er­le­digt“, sagt Os­ma­kow­ski-Mil­ler.

RACK FOTO: IN­GO

Ra­pha­el Os­ma­kow­ski-Mil­ler ver­lässt En­de No­vem­ber den Bad Saul­gau­er Ge­mein­de­rat.

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