Pa­tri­arch

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

Erz­bi­schof Fouad Twal, seit 2008 La­tei­ni­scher Pa­tri­arch von Je­ru­sa­lem und da­mit höchs­ter Ver­tre­ter der ka­tho­li­schen Kir­che im Hei­li­gen Land, wird am mor­gi­gen Frei­tag 75 Jah­re alt. Ge­mäß dem Kir­chen­recht muss er mit Er­rei­chen die­ser Al­ters­gren­ze dem Papst sei­nen Amts­ver­zicht an­bie­ten.

Twal wur­de am 23. Ok­to­ber 1940 als fünf­tes von neun Kin­dern ei­ner christ­li­chen Fa­mi­lie ge­bo­ren. Er ge­hört ei­nem al­ten christ­li­chen Be­dui­nen­stamm in Jor­da­ni­en an. Nach sei­ner Pries­ter­wei­he und sechs Jah­ren in Pfar­rei­en ging Twal 1972 zur Pro­mo­ti­on nach Rom. An­schlie­ßend wech­sel­te er als ers­ter Ara­ber in die di­plo­ma­ti­sche Aka­de­mie des Hei­li­gen Stuhls und dien­te 18 Jah­re als Kir­chen­di­plo­mat, un­ter an­de­rem in Deutsch­land.

1992 wur­de er zum Erz­bi­schof von Tu­nis er­nannt, 2005 zum Ko­ad­ju­tor und de­si­gnier­ten Nach­fol­ger des Pa­läs­ti­nen­sers Mi­chel Sab­bah als Pa­tri­arch von Je­ru­sa­lem. 2008 über­nahm er das Pa­tri­ar­chen­amt.

Twal bleibt im po­li­ti­schen Dis­kurs di­plo­ma­tisch. Al­ler­dings be­klagt auch er re­gel­mä­ßig den Still­stand im Nah­ost- Frie­dens­pro­zess. Zu den mög­li­chen Nach­fol­gern ge­hö­ren der Pa­läs­ti­nen­ser Wil­li­am Scho­ma­li ( 65), Weih­bi­schof in Je­ru­sa­lem, der Jor­da­ni­er Erz­bi­schof Ma­roun Eli­as Lah­ham ( 67), der ita­lie­ni­sche Kustos der Fran­zis­ka­ner im Hei­li­gen Land, Pier­bat­tis­ta Piz­za­bal­la ( 50), so­wie der Se­kre­tär der Bi­schofs­kon­fe­renz, Pie­tro Fe­let ( 69). ( KNA)

FOTO: DPA

Fouad Twal

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