Er­do­gan nutzt Si­tua­ti­on aus

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - MEINUNG & DIALOG -

Die dä­ni­sche Ta­ges­zei­tung „ Jyl­land­sPos­ten“schreibt am Don­ners­tag zu den Ge­sprä­chen zwi­schen der EU und der Tür­kei in der Flücht­lings­fra­ge: „Er­do­gan hat gro­ße Tei­le der Flücht­lings­strö­me von Sy­ri­en wei­ter Rich­tung Eu­ro­pa di­ri­giert – wohl wis­send, dass er da­mit gro­ßen Druck auf die EU aus­üben konn­te. Das Er­geb­nis ist nicht aus­ge­blie­ben. Die im Gro­ßen und Gan­zen ein­ge­fro­re­nen Ver­hand­lun­gen mit der Tür­kei wer­den wie­der auf­ge­nom­men, und die Tür­kei be­kommt das ge­wünsch­te Vi­s­ums­ab­kom­men mit der EU. Und Geld oben­drauf. Es ist be­dau­er­lich, dass Er­do­gan die Flücht­lings­si­tua­ti­on auf ei­ne Wei­se aus­nut­zen konn­te, dass die recht kla­re Li­nie, die die EU ge­gen­über der Tür­kei ge­fah­ren hat, auf­ge­weicht wird. Fakt ist, dass die Tür­kei kei­ne Fort­schrit­te in den wich­ti­gen wer­te­po­li­ti­schen Be­rei­chen ge­macht hat, die die Ein­tritts­kar­te zur Auf­nah­me in der EU sind.“

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