Hu­ber­tus­mes­se ehrt das Wild

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - OSTRACH/ BAD SAULGAU/ SAULDORF - Zu un­se­rem Ar­ti­kel „Ver­ein will Hu­ber­tus­mes­se ver­hin­dern“in der Aus­ga­be am Mitt­woch er­reich­te uns fol­gen­der Le­ser­brief.

In un­se­rem christ­lich ge­präg­ten Land, hat je­de Grup­pe ih­ren Schutz­hei­li­gen. Bei der Ei­sen­ver­hüt­tung und den Berg­leu­ten ist es die Hei­li­ge Bar­ba­ra, bei den Im­kern ist es der Hei­li­ge Am­bro­si­us, bei den Rei­sen­den ist der Hei­li­ge Chris­to­pho­rus und bei den Jä­gern ist eben der Hei­li­ge Hu­ber­tus. Wir le­ben in ei­ner Zeit, in der das Tö­ten von Tie­ren völ­lig los­ge­löst vom End­pro­dukt, dem in Fo­lie ver­pack­ten Schnit­zel be­trach­tet wird. Das Le­bens­mit­tel „Fleisch“ist zu ei­ner rei­nen Han­dels­wa­re ver­kom­men, wie Sa­lat oder Wä­sche­klam­mern – dies führt aber nicht nur da­zu, dass der Be­griff der Ethik im Zu­sam­men­hang mit der Le­bens­mit­tel­ge­win­nung nicht mehr auf­taucht, son­dern auch zu ei­nem bi­got­ten Um­gang mit dem Tö­ten und dem Tod.

Doch mit ei­ner Hu­ber­tus­mes­se be­zieht der Jä­ger Stel­lung und ehrt das Wild, das bei der Jagd zur Stre­cke ge­kom­men ist und zeigt da­mit an, dass nicht je­des Tier ein­fach so ster­ben muss­te. Jagd­ge­schos­se sind so kon­stru­iert, dass sie schnell und da­mit tier­schutz­ge­recht tö­ten. Die prak­ti­sche Jagd wird re­gle­men­tiert durch Vor­ga­ben der Jagd­ge­set­ze. Die­se un­ter­lie­gen ei­ner re­gel­mä­ßi­gen Über­ar­bei­tung und An­pas­sung an neue wis­sen­schaft­li­che Er­kennt­nis­se. Vie­le Vor­schrif­ten des Jagd­rechts die­nen aus­schließ­lich dem Tier­schutz, zum Bei­spiel die zahl­rei­chen ver­bo­te­nen Jagd­me­tho­den.

Die Da­men und Her­ren der grü­nen Zunft lie­fern Wild­fleisch in bes­ter Bi­o­qua­li­tät. Jagd ist not­wen­dig, denn zu ho­he Wild­be­stän­de ver­ur­sa­chen wirt­schaft­li­che Schä­den in der Land- und Forst­wirt­schaft. Le­ben vie­le Tie­re ei­ner Art auf engs­tem Raum, ha­ben zu­dem Krank­heits­er­re­ger leich­tes Spiel und de­zi­mie­ren den Be­stand. Ma­nu­el Heid, Bin­gen

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