Lan­des­thea­ter spielt „Wie im Him­mel“

Stück von Re­gis­seur Kay Pollak ist am 25. Ok­to­ber im Kon­zert­haus Ra­vens­burg zu se­hen

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - VERANSTALTUNGEN -

RA­VENS­BURG (sz) - Der Film „Wie im Him­mel“von Re­gis­seur Kay Pollak wur­de 2005 für den Os­car als bes­ter fremd­spra­chi­ger Film no­mi­niert. Am Sonn­tag, 25. Ok­to­ber, bringt das Lan­des­thea­ter Tübingen die Ge­schich­te auf die Büh­ne des Ra­vens­bur­ger Kon­zert­hau­ses. Be­ginn ist um 16 Uhr.

Die Ge­schich­te er­zählt von der Sehn­sucht nach Ge­mein­schaft und vom Be­dürf­nis nach Frei­heit, vom We­sen der Kunst und der Lie­be. Doch nicht nur der Be­ginn ist au­ßer­ge­wöhn­lich. Es wird auch ein lokaler Chor mit­wir­ken. Und zwar „Voice Af­fair“un­ter der Lei­tung von Lib Bris­coe.

„Voice Af­fair“ist ein klei­ner ex­pe­ri­men­tier­freu­di­ger ge­misch­ter Chor aus der Um­ge­bung von Ra­vens­burg und dem All­gäu. Seit der Grün­dung im Jahr 1996 sind die 24 Mit­glie­der auf vie­len nam­haf­ten Klein­kunst­büh­nen, in Kir­chen und Kon­zert­sä­len in Ober­schwa­ben zu hö­ren. Re­gis­seur Chris­toph Roos ist es mit sei­ner Ins­ze­nie­rung be­ein­dru­ckend und äu­ßerst be­rüh­rend ge­lun­gen den Film ad­äquat und au­then­tisch auf die Büh­ne zu brin­gen, oh­ne et­was von der at­mo­sphä­ri­schen Dich­te zu ver­lie­ren. Das kom­pak­te und aus­sa­ge­kräf­ti­ge En­sem­ble so­wie star­ke Bil­der über­zeu­gen, ver­spricht der Ver­an­stal­ter.

Zur Ge­schich­te: Da­ni­el Da­réus ist ein ge­fei­er­ter Di­ri­gent. Auf dem Hö­he­punkt sei­ner Kar­rie­re er­lei­det er wäh­rend ei­nes Sym­pho­nie­kon­zerts ei­nen Herz­in­farkt. Er bricht sei­ne Kar­rie­re ab und zieht sich in den Ort sei­ner Kind­heit zu­rück, wo ihn zu­nächst nie­mand er­kennt, da Da­ni­el Da­réus ein Künst­ler­na­me ist. Da­réus träumt von ei­ner Mu­sik, die in der La­ge ist, die Her­zen der Men­schen zu öff­nen. Zö­gernd über­nimmt er die Lei­tung des lo­ka­len Kir­chen­chors, in des­sen Mi­kro­kos­mos sich die Wi­der­sprü­che der Ge­sell­schaft spie­geln – und ver­schär­fen. Schließ­lich mel­det sich der Chor zu ei­nem In­ter­na­tio­na­len Ge­s­angs­fes­ti­val an.

Das Lan­des­thea­ter Tübingen gibt um 15.30 Uhr ei­ne Ein­füh­rung in die Ins­ze­nie­rung und das Stück im klei­nen Saal. Ti­ckets kos­ten zwi­schen 15 und 21 Eu­ro und sind in der Tou­rist­In­for­ma­ti­on Ra­vens­burg und on­li­ne un­ter www.re­ser­vix.de er­hält­lich. Schü­ler und Stu­den­ten er­hal­ten 50 Pro­zent Ra­batt.

FOTO: DA­VID GRAETER

Das Lan­des­thea­ter Tübingen spielt ein Stück, das vor zehn Jah­ren auch ei­ne Os­car- No­mi­nie­rung er­hielt: Kay Pollaks „Wie im Him­mel“.

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