So kann es nicht wei­ter­ge­hen

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - MEINUNG & DIALOG - Wir freu­en uns über Ih­re Brie­fe. Bit­te ha­ben Sie aber Ver­ständ­nis da­für, dass wir für die Ver­öf­fent­li­chung ei­ne Aus­wahl tref­fen und uns auch Kür­zun­gen vor­be­hal­ten müs­sen. Le­ser­zu­schrif­ten stel­len kei­ne re­dak­tio­nel­len Bei­trä­ge dar. An­ony­me Zu­schrif­ten könn

Mer­kels Satz: „Wir schaf­fen das“stellt zu­neh­mend die Fra­ge nach dem Wir. Wer ist wir? Bei den Ur­sa­chen, Aus­ma­ßen und der vor­aus­sicht­li­chen Dau­er der Flücht­lings­pro­ble­ma­tik muss man zu dem Schluss kom­men: Wir, das kann auf kei­nen Fall Deutsch­land al­lei­ne oder auch nur über­wie­gend sein. Wir, das muss al­le EU-Län­der ein­schlie­ßen. Da hel­fen auch auf­mun­tern­de Sprü­che von Hol­lan­de vor dem EU-Par­la­ment we­nig. Wo sind kon­kre­te, ad­äqua­te fran­zö­si­sche Hil­fen oder die vom ab­ge­tauch­ten Groß­bri­tan­ni­en? Wir, das muss die USA ein­schlie­ßen, die ja si­cher nicht ganz un­schul­dig an der Mi­se­re sind. Wir, das muss die mus­li­mi­schen Staa­ten, be­son­ders die Golf­staa­ten, ein­schlie­ßen. Es ist ja ein schlech­ter Witz, wenn sie ih­ren Glau­bens­brü­dern und -schwes­tern we­der ent­spre­chend hel­fen noch sie auf­neh­men, son­dern sie an die Un­gläu­bi­gen im Wes­ten wei­ter­rei­chen. So wie bis­her kann es nicht wei­ter­ge­hen. Es ist rich­tig und wich­tig, wenn Kanz­le­rin Mer­kel die eu­ro­päi­sche Au­ßen- und Ent­wick­lungs­po­li­tik mehr in Rich­tung Lö­sung von Kon­flik­ten und Flucht­ur­sa­chen len­ken will. Das braucht aber Zeit. Das Aus­maß des Flücht­lings­pro­blems war so nicht vor­her­seh­bar, lei­der ist es erst recht nicht sein En­de. Des­halb sind jetzt Maß­nah­men nö­tig. Da­bei sind wir nicht die­je­ni­gen, die das Pro­blem al­lei­ne lö­sen kön­nen. Prof. Die­ter Bol­ten, Es­sin­gen

Lie­be Le­se­rin­nen, lie­be Le­ser, Schwä­bi­sche Zei­tung Karl­stra­ße 16 88212 Ra­vens­burg Fax-Nr. 0751 / 295599-1499 Le­ser­brie­fe@schwa­ebi­sche­zei­tung.de

Die Ide­al­be­set­zung für Brüs­sel

Zum Ar­ti­kel „Kri­se in der CDU“(16.10.):

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